In Brandenburg fünf Zentimeter Neuschnee
Am Freitag hatte die Brandenburger bereits rund 250 Verkehrsunfälle registriert, bei denen 26 Menschen verletzt wurden. In 228 Fällen sei es zu Sachschäden gekommen.
Die Wetterlage in Südbrandenburg bleibt brisant: Dort ist in der Nacht zum Samstag gebietsweise bis zu fünf Zentimeter Neuschnee gefallen. Durch Windböen aus nordöstlicher Richtung könne es stellenweise im Landkreis Elbe-Elster und in der Niederlausitz zu Schneeverwehungen kommen, sagte die Meteorologin Helga Scheef.
Wo die Sonne den Schnee antaue, drohe später durch Frost Glättegefahr.
Zu viel Schnee: Leipzig sperrt Hauptbahnhof
Weiter südlich hat der Schnee den Verkehr stellenweise lahmgelegt: In Leipzig wurde der Hauptbahnhof komplett gesperrt - zu viel Schnee! Auch für Meteorologen ist der späte Wintereinbruch bemerkenswert: Wann sind jemals so spät derart große Schneemengen gefallen?
Spätwinter-Tristesse in Berlin: Ein paar Flocken, ansonsten spürt die Hauptstadt vor allem die Winter-Kälte.
© dpa
Von Schneerekorden sind wir weiter nördlich in Berlin aber weit entfernt: Hier waren am Freitag lediglich ein paar Flocken gefallen, ansonsten bleibt es trocken.
Mit eisiger Polarluft legt das Hoch „Irenäus“ an diesem Wochenende die ganze Region unter eine Frostglocke: Höher als minus ein Grad werden die Temperaturen am Sonnabend nicht mehr steigen - die Nacht wird mit bis zu minus zehn Grad bitterkalt.
In Berlin und Brandenburg Sturmböen bis 70 km/h
Der aufgelockerte, teils blaue Himmel im Norden Brandenburgs und Berlin lädt zwar zum spazierengehen ein. Aber wer an der frischen Luft unterwegs ist, wird die Kälte noch viel heftiger spüren, denn aus Nordosten weht ein kräftiger Wind, der verbreitet zu Wind-, lokal auch zu Sturmböen bis zu 70 km/h aufdreht. Minusgrade werden sich somit anfühlen, als spaziere man in der Arktis!
Der Wind lässt zwar zum Abend nach, einzelne Windböen hält derr DWD aber für weiterhin wahrscheinlich.
Auch am Sonntag werden die Höchstwerte über die Frostgrenze wohl nicht hinauskommen. Bei viel Sonne und harmlosen Wolken müssen wir weiterhin mit Windböen bis zu 55 km/h rechnen.
Und nochmals sacken die Tiefstwerte in der Nacht bis zu minus zehn Grad hinab.
Auch in der neuen Woche strenger Frost
In der neuen Woche ist der Polarspuk zwar scheinbar vorüber, doch die Temperaturen erholen sich zum kalendarischen Frühlingsbeginn am Dienstag (20. März) nur sehr zaghaft. Zwischen ein und vier Grad werden die Höchstwerte am Montag liegen. Dabei bleibt es trocken und zum Norden hin auch sonnig.
In der Nacht zu Dienstag herrscht gebietsweise erneut strenger Frost bei bis zu minus Grad, dabei bleibt es trocken. Der Frühling startet am Dienstag eher winterlich: Lokal können nochmals Schneeflocken wehen. Die Höchstwerte liegen gerade einmal zwischen drei und fünf Grad, und nachts sinken die Tiefstwerte auf bis zu minus fünf Grad.
Frühestens zum folgenden Wochenende könnten wir dem DWD-Temperaturtrend zufolge auf zweistellige Höchstwerte hoffen - der Winter könnte sich aber mit Nachtfrost und einstelligen Werten sogar noch bis in den April weiterschleppen. Ob der Frühling vor den Ostertagen doch noch einmal durchstartet, wird sich im Verlaufe der kommenden Woche abzeichnen. JSt (mit dpa)
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