Schluss mit Ungarn!

Pal muss Zweitjob aufgeben

Dardai ist nicht mehr Ungarns Nationaltrainer, aber die Entscheidung verkündet Hertha erst Anfang Juli.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Preetz (r.) wird Dardai im Vier-Augen-Gespräch seinen Standpunkt erklären.

Preetz (r.) wird Dardai im Vier-Augen-Gespräch seinen Standpunkt erklären.

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1:0 bei der EM-Quali in Finnland. Das war Pal Dardais (39) letzter Sieg als Nationaltrainer Ungarns. Der KURIER erfuhr: Hertha BSC legt ein Veto ein. Dardai muss seinen Zweitjob aufgeben. Er soll sich nur noch auf sein blau-weißes Team konzentrieren.

Manager Michael Preetz hält sich zwar noch bedeckt und sagt nur: „Wir freuen uns mit Pal über diesen wichtigen Sieg und wünschen ihm jetzt erst Mal ruhige Tage der Erholung. Es wird eine Entscheidung geben, die werden wir Anfang Juli verkünden.“

Doch allen bei Hertha ist klar, dass es ein zu großes Risiko ist, wenn Dardai weiterhin den Zweitjob in Ungarn macht. Er würde Anfang September und Anfang Oktober wegen der restlichen vier EM-Quali-Spiele jeweils für eine Woche bei den Blau-Weißen fehlen. Das geht einfach nicht! Das wird auch Pal einsehen, auch wenn er gerne für sein Heimatland die Mission Teilnahme an der Euro 2016 bis November erfüllt hätte. In den nächsten Tagen gibt es noch mal ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Manager und Trainer.

Als Dardai im Februar Cheftrainer wurde, hatte Preetz darauf beharrt, dass der Verein entscheiden kann, ob und wann Pal als Nationaltrainer aufhört. Jetzt geht der junge Trainer in seine erste komplette Saison. Zum ersten Mal muss er die Vorbereitung machen. Das ist Herausforderung genug.

Die besondere Ironie nach Dardais letztem Sieg: Nicht nur er muss als Nationaltrainer aufhören, auch sein Kollege aus Finnland. Mixu Paatelainen wurde nach der Heimpleite gefeuert.

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