Bis zum Abend um 22 Uhr nahmen rund 20 000 Besucher am ersten „Tag der offenen Baustelle“ teil. Einen Tag nach dem Richtfest wollten sich vor allem Berliner ihren neuen Koloss an der Spree persönlich anschauen, bei dem seit Juni 2013 insgesamt 100 000 Tonnen Beton und 20 000 Tonnen Stahl verbaut wurden. Noch wirkt das mächtige Gebäude, das mit preußischer Klarheit geplant wurde, etwas steril. Denn es fehlen die barocken Fassaden, 3,5 Mio. Ziegel auf dem Beton und 2900 Schmuckelemente. Und trotzdem gibt es einen Vorgeschmack auf Berlins neuen Palast, den Interessierte auch Sonntag noch mal von 10 bis 18 Uhr besuchen dürfen.
Der KURIER wollte von den Berlinern wissen, wie ihnen ihr neues Schloss gefällt.
„Ich finde das Schloss toll“, sagt Sonja (38) aus Marzahn. Der Besucherin gefällt, dass man an dem historischen Ort eine Vorstellungskraft von dem bekommt, was einmal war. Die Anhängerin des Bauhaus-Stils mag die Kombination zwischen alter Hülle und modernem Kern aus Beton.
© Sabine Gudath Lizenz
Marianna (61) aus Tegel machte sich im ersten Stock ein Bild von dem Rohbau. Sie ist sich sicher: „Da wird was daraus. Das Schloss wird mit Leben erfüllt“, sagt die Berlinerin, die das Gebäude imposant findet.
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Die Adler haben es Wolfgang (70) aus Reinickendorf angetan. Er war „immer dafür, dass das Schloss wieder aufgebaut wird“. Ihm gefällt die moderne Seite – „eine Erinnerung an den Palast der Republik“.
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„Ich finde es gut, dass die Hauptstadt wieder ein Schloss hat“, sagt Cornelia (32) aus Wilmersdorf. Schade sei aber, dass es nicht historisch wieder aufgebaut wurde – sondern „nur mit Betonkern“. Cornelia ist sicher, dass der Bau sonst noch teurer als 590 Millionen Euro geworden wäre.
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