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Die Künstlerin Ingke Günther kniet in Gießen in ihrem Atelier auf dem Boden, um ein Blatt Büttenpapier mit einem aufgestickten Schimpfwort auf den Boden zu legen.Ob neumodische Klassiker wie «Kotzbrocken» oder der «Poussierstängel» aus Omas Zeiten: Schimpfwörter faszinieren Günther. Die Künstlerin hat eine Sammlung mit inzwischen fast 1500 Wörtern.
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Manche Menschen sammeln Bierdeckel oder Briefmarken. Ingke Günther sammelt Schimpfwörter. Ob neumodische Klassiker wie «Kotzbrocken» oder der «Poussierstängel» aus Omas Zeiten: Schimpfwörter faszinieren Günther. In den letzten sieben Jahren hat die Künstlerin eine Sammlung von beinahe 1.500 mehr oder minder heftigen Wörtern angelegt.
Es gibt sogar eine Schimpfwortforschung: die Malediktologie. Aber Ingke Günther sammelt auch aus berufsbedingtem Interesse. Denn in ihrem Atelier in Gießen stickt sie jedes einzelne Schimpfwort in Rosa oder Rot auf Büttenpapier und verkauft diese handgestickten Beschimpfungen.
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