Schiri Tobias Reichel, bis dahin ein umsichtiger Leiter der umkämpften Partie, hatte mitten in den Schuss des Union-Angreifers hinein abgepfiffen. Ball im Netz, Punkte nicht eingetütet.
"So etwas habe ich noch nicht erlebt"
Skrzybski war fassungslos. „Ich habe gesehen, dass keiner jubelt, da war mir klar, irgendwas ist jetzt ein bisschen komisch“, so der Schütze des 1:0 (16.), der bei seinem achten Saisontreffer von einem groben Abwehrschnitzer der Hausherren profitiert hatte. Dass seine Kollegen den Referee bestürmten, bekam er dann mit. Aber das änderte nichts.
Der Aufreger: Der Ball ist drin. Nur pfiff Schiri Reichel (3.v.r.) kurz zuvor ab.
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„So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich bin ein bisschen sprachlos. Ich weiß nicht, ob die Nachspielzeit rum war, aber ich bin der Meinung: Wenn der Ball in so einer heißen Situation war, kann man das Ding nicht abpfeifen. Er sieht doch, dass ich klar an den Ball komme und aushole“, zürnte der 25-Jährige dem Unparteiischen.
Am Samstag geht es gegen Fortuna Düsseldorf
Geschenkt, dass die Köpenicker den Sieg nicht wirklich verdient gehabt hätten. Das Remis war ja nicht nur wegen des wunderbaren Treffers von Kerschbaumer zum 1:1 (53.) leistungsgerecht. Aber in der momentanen Situation wäre ein dreckiger Sieg genau das Richtige gewesen, um der Abwärtsspirale bei Union Einhalt gebieten zu können.
„Insgesamt müssten wir nicht darüber reden, wenn ich direkt nach der Pause das 2:0 mache“, so Skrzybski selbstkritisch. „Dann hätten wir hier über einen Sieg sprechen können.“ Eine Einstellung, die ihn ehrt. Und vielleicht belohnt der Fußballgott so viel Aufrichtigkeit schon am Sonnabend gegen Fortuna Düsseldorf wieder und es heißt nicht wie am Montag: Ein Schritt vor, ein Pfiff zurück.
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