Vor zehn Jahren war es George Clooney (57), der ein Superstar-Aufgebot bei „Ocean's 13“ anführte. Und nur eine Frau war darunter: Ellen Barkin (64). Jetzt läuft „Ocean's 8“ an: Und alle sind Frauen. Sandra Bullock (53) spielt die Schwester von George Clooneys „Danny Ocean“. Der KURIER sprach mit der Hollywood-Schauspielerin, deren Mutter aus Deutschland stammte.
Sind Frauen die besseren Gangster?
Frauen sind auf jeden Fall die besseren Lügner, und wir können besser manipulieren. Besonders die Männer. Und das hilft, wenn man Verbrechen begeht (lacht). Außerdem sind wir die besseren Multitasker.
Im neuen Film halten Frauen wie Pech und Schwefel zusammen. Kennen Sie das selbst auch so im wahren Leben?
Auf jeden Fall. Allerdings werde ich Ihnen nicht verraten, ob wir auch klauen (lacht). Je älter du wirst, desto kleiner wird dein Freundeskreis. Weil du dich nicht mehr für andere ändern willst. Nur die Leute, die dich lieben, so wie du bist, die werden ein Leben lang an deiner Seite sein.
Hat Sie Ihre Familie zu dem gemacht, was Sie sind?
Zu einem gewissen Grad ja. Zum Beispiel wenn es um meine Einstellung zur Gleichberechtigung geht. Meine Mutter hat mich so erzogen, dass du dir als Frau alles selbst erarbeiten sollst und du keinen Mann für deine Sachen brauchst. Dass Frauen und Männer gleichgestellt sind. Das habe ich verinnerlicht. Leider habe ich dann später festgestellt, dass man als Frau im professionellen Leben nicht immer auf derselben Stufe steht. Aber ich glaube, wir sind jetzt auf einem guten Weg, die Diskriminierung auszumerzen.
Sie haben nach Ihrem Sohn Louis vor zweieinhalb Jahren auch noch eine Tochter adoptiert.
Ja, meine Laila. Mit ihr ist die Familie jetzt komplett. Ich lebe für meine Kids.
Wie hat Louis denn die neue Konkurrenz im Haus aufgenommen?
Die beiden lieben sich sehr. Auch wenn sie manchmal kurz davor sind, einander umzubringen. Aber sie verteidigen sich gegenseitig eisern – selbst gegen mich (lacht). Und genau das will ich, dass sie unabhängig und von Anfang an füreinander da sind. Auch noch lange, nachdem ich nicht mehr da bin.
Sind Ihre Kids der Grund, warum Sie nicht mehr so wie früher Filme am Fließband drehen?
Ja. Ich habe die Möglichkeit, sie beim Aufwachsen begleiten zu dürfen. Es ist für mich ein großes Glück, nicht ständig arbeiten zu müssen. Viele andere Mütter haben diesen Luxus nicht und sehen ihre Kinder beileibe nicht so oft wie ich meine.
Sprechen Sie Deutsch mit ihnen?
Ich habe am Anfang nur Deutsch mit meinem Sohn gesprochen. Weil er aber erst sehr spät mit dem Sprechen begann, riet mir sein Logopäde, besser erst mal Englisch mit ihm zu sprechen. Doch jetzt gehen wir wieder zurück zu Deutsch für alle. Es hat den Vorteil, dass man sich in der Öffentlichkeit unterhalten kann, ohne dass die Leute einen verstehen. Das haben meine Mutter und ich immer gemacht, und manchmal mache ich es auch mit meiner Schwester.
Wen unterstützen Sie bei der Fußball-Weltmeisterschaft? Die USA sind ja nicht dabei.
Deutschland.
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