Schauspielerin Katja Bienert

Letzte Spur US-Knast

Berlinerin soll in den USA verhaftet worden sein, meldete sich seitdem nicht mehr.

Florian Thalmann
Lesezeit 3 Min

Die Berlinerin wird verzweifelt gesucht

Dieses Foto taucht in diversen Polizei-Datenbanken im  Netz auf – es zeigt Katja Bienert. 

Dieses Foto taucht in diversen Polizei-Datenbanken im  Netz auf – es zeigt Katja Bienert. 

© Polizei Arizona

Schauspieler Martin Hentschel kennt Bienert seit Jahren.

Schauspieler Martin Hentschel kennt Bienert seit Jahren.

© privat

Bienert (rechts) stand unter anderem für die Serie „Praxis Bülowbogen“ vor der Kamera.

Bienert (rechts) stand unter anderem für die Serie „Praxis Bülowbogen“ vor der Kamera.

© imago/United Archives

Oben: Bienert (l.) in „Juhnke & Co.“ an der Seite von Harald Juhnke und Paul Kuhn. 

Oben: Bienert (l.) in „Juhnke & Co.“ an der Seite von Harald Juhnke und Paul Kuhn. 

© imago

Katja Bienert und Astrid Jacob im „Komödienstadl“.

Katja Bienert und Astrid Jacob im „Komödienstadl“.

© imago/United Archives

Der Düsseldorfer Schauspieler Martin Hentschel (32) wandte sich jetzt mit einem Hilferuf an den KURIER. Er kennt Bienert von früher, drehte schon mit ihr. „Von Katja fehlt jede Spur, Freunde meldeten sie als vermisst“, sagt er.

Was genau passierte, ist derzeit unklar. Bienert lebt seit Oktober 2016 in den Staaten. Laut nicht-offizieller Gefängnis-Verzeichnisse im Netz wurde im Maricopa County in Phoenix im Bundesstaat Arizona am 24. März eine Frau mit dem gleichen Namen und dem gleichen Geburtsdatum verhaftet. Sie soll Hausfriedensbruch begangen und einer gerichtlichen Anordnung nicht entsprochen haben. Das Büro des Sheriffs bestätigte die Festnahme dem KURIER. Bienert sei von den Kollegen des Mesa Police Department festgesetzt worden.

Laut ersten Infos saß sie seit dem 25. März im Gefängnis „Estrella“, einem als hart geltenden Frauen-Knast mit über 1000 Plätzen in Phoenix. Am 11. April soll sie dann um kurz vor 2 Uhr morgens entlassen worden sein. „Ohne Geld und ohne eine Unterkunft“ habe sie auf der Straße gestanden, schreibt ein Freund auf Facebook. Seitdem fehlt von Katja jede Spur. Angeblich wurde sie am 4. April zuletzt gesehen – eine Behauptung, die nicht zur Dauer ihrer Inhaftierung passt.

Die Berlinerin wird verzweifelt gesucht

Dieses Foto taucht in diversen Polizei-Datenbanken im  Netz auf – es zeigt Katja Bienert. 

Dieses Foto taucht in diversen Polizei-Datenbanken im  Netz auf – es zeigt Katja Bienert. 

© Polizei Arizona

Schauspieler Martin Hentschel kennt Bienert seit Jahren.

Schauspieler Martin Hentschel kennt Bienert seit Jahren.

© privat

Bienert (rechts) stand unter anderem für die Serie „Praxis Bülowbogen“ vor der Kamera.

Bienert (rechts) stand unter anderem für die Serie „Praxis Bülowbogen“ vor der Kamera.

© imago/United Archives

Oben: Bienert (l.) in „Juhnke & Co.“ an der Seite von Harald Juhnke und Paul Kuhn. 

Oben: Bienert (l.) in „Juhnke & Co.“ an der Seite von Harald Juhnke und Paul Kuhn. 

© imago

Katja Bienert und Astrid Jacob im „Komödienstadl“.

Katja Bienert und Astrid Jacob im „Komödienstadl“.

© imago/United Archives

Mehrere Fans teilten Suchaufrufe im Netz, so wird inzwischen auf privaten Plattformen wie „Missing Persons of Arizona“ nach ihr geforscht. Dort heißt es unter anderem, die 50-Jährige sei zuletzt gesundheitlich angeschlagen gewesen. 

Der KURIER erreichte ihre Mutter Evelyn Gutkind-Bienert, ebenfalls Schauspielerin. Sie wurde in den vergangenen Tagen von einer Nachrichten-Welle überrollt und erfuhr so, dass mit ihrer Tochter womöglich etwas nicht stimmt. „Wir hatten vor ein paar Wochen zum letzten Mal Kontakt“, sagt sie. Genaueres könne sie nicht sagen. Katja habe vor einiger Zeit zurück nach Deutschland kommen wollen, Ärzte rieten ihr aber vom Flug ab. „Zuletzt sagte sie, dass sie glücklich ist.“

Gutkind-Bienert hofft, dass sich die seltsamen Geschichten als Gerüchte entpuppen. „Ich versuche, Kontakt aufzunehmen.“ Darüber, was mit Bienert geschah, kann nur spekuliert werden. Eine absurde Theorie bei Facebook richtet sich gegen einen Freund der Schauspielerin – er wird beschuldigt, ihr was angetan zu haben. 

Ein Bekannter berichtet hingegen, er habe zuletzt im Februar mit Bienert gesprochen. Sie habe damals viel Zeit in „Lake Shrine“ verbracht, einer Art Selbstverwirklichungs-Gruppe, die von Guru Paramahansa Yogananda ins Leben gerufen wurde. Zog sich Bienert in die Tempelanlage in Kalifornien zurück? „Sie hatte wohl auch mit den Zeugen Jehovas zu tun“, sagt Kollege Hentschel. „Katja war auch esoterisch angehaucht, aber zu clever, um einer Sekte beizutreten.“

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