Schatzmeister und „Identitärer“

AfD-Politiker mit Haftbefehl gesucht

Jannik Brämer (AfD) soll einen Polizisten fast überfahren haben.

Jan Thomsen
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Jüngstes Beispiel: Der Schatzmeister der AfD-Jugendorganisation „JA“, Jannik Brämer, hatte sich an einer Blockade des Bundesjustizministeriums vorigen Freitag beteiligt. Veranstalter: Die „Identitären“, laut Verfassungsschutz eine rechtsextreme Sammlungsbewegung mit deutschtümelnden Jugendlichen, unter anderem aus allerlei Neonazi-Verbünden. Brämer, seiner JA (Junge Alternative) zufolge auch AfD-Mitglied, verletzte bei der Aktion einen Polizisten!

Gegen ihn liegt nach Informationen des KURIER ein Haftbefehl vor: Er soll als Transporter-Fahrer einen Zivilbeamten beinahe umgefahren haben. Der Mann verletzte sich beim Sprung zur Seite. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Eine Flagge der identitären Bewegung hängt am Brandenburger Tor.

Eine Flagge der identitären Bewegung hängt am Brandenburger Tor.

© dpa

Die „Identitäre Bewegung“ versucht immer wieder, etwa mit der Besetzung des Brandenburger Tores 2016, Aufmerksamkeit zu erzielen. Brämer tauchte schon in der Vergangenheit offen als „Identitärer“ auf – etwa als Ordner eines Aufzugs mit dem Emblem der Organisation auf dem T-Shirt. Erst jetzt trat er aber als Schatzmeister des AfD-Nachwuchses zurück. Identitäre waren auch Gäste eines feucht-fröhlichen Grillfestes der Jungen Alternative Anfang Mai.

JA-Chef Thorsten Weiß zeigte sich da „sehr besorgt“, sieht aber auch Gemeinsamkeiten mit Identitären. Und auch wenn Ex-Oberst Pazderski mit Parteiausschluss droht: Von Rauswürfen wurde bisher gar nichts bekannt.

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