Schamlos wird gerade die Wohnungsnot in Berlin ausgenutzt. Angeblich offizielle Makler vermitteln Wohnungen gegen hohe Provisionen – für Einheiten, die es am Ende gar nicht gibt. Denn die Mietverträge dürfen von diesen Maklern nicht unterschrieben werden.
Betroffen von der miesen Masche der Schamlos-Makler ist momentan besonders das Berliner Wohnungsunternehmen Degewo. Die Degewo warnt inzwischen vor der widerlichen Abzocke.
„Derzeit versuchen unautorisierte Vermittler, Wohnungen in unseren Neubauprojekten – z. B. am Halleschen Ufer und am Eisenhutweg – zu vermitteln“, heißt es bei vonseiten des Unternehmens. „Unsere Wohnungsangebote werden in WhatsApp oder Instagram Gruppen geteilt und Provisionszahlungen von bis zu 13.000 € gefordert, teils schon für die Unterbreitung von Angeboten oder Besichtigungsterminen.“
Schamlos-Makler nutzen Berliner Wohnungsnot aus
13.000 Euro? Das muss man sich mal vorstellen. Schon fünf Betrugs-Fälle sind der Wohnungsbaugesellschaft bisher bekannt. Aber es dürften mehr werden. Denn allein am Halleschen Ufer im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg entsteht ein neues Quartier mit 337 Wohnungen und einer Kindertagesstätte (Dahm Architekten + Ingenieure).
Da Grundstück dort ist 11.250 m2 groß. Die Wohnfläche 21.000 m2. 75 Prozent der Wohnungen werden gefördert. Sie sind also bezahlbar. Die Einstiegsmiete beträgt 6,50 Euro/m2. Und das nutzen die Fake-Vermittler aus.
Auch diese Berliner Wohnwürfel werden von den Schamlos-Maklern angepriesen.
© Degewo
Am Eisenhutweg 54-76 in Treptow-Köpenick werden 583 Wohnungen gebaut – davon 236 freifinanzierte und 347 geförderte Wohnungen (Nokera Planning).
Das Wohnungsunternehmen warnt vor den Schamlos-Maklern und rät zur Vorsicht:
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