Schädlings-Invasion

Baumkiller Borkenkäfer: Sehen Berlins Wälder bald so aus?

Die Trockenheit des Sommers befördert den Befall aller Laub- und Nadelbäume.

BK
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Borkenkäfer können ganze Wälder zerstören, so wie hier in den vergangenen Wochen im Harz beobachtet.

Borkenkäfer können ganze Wälder zerstören, so wie hier in den vergangenen Wochen im Harz beobachtet.

© Studnik

In Berlin könnten sich in diesem Jahr verstärkt Borkenkäfer ausbreiten. „Wenn Bäume durch die Trockenheit sehr geschwächt sind, merken das die Käfer und legen dort ihre Eier ab“, sagte Derk Ehlert von der Senatsverwaltung für Umwelt der Deutschen Presse-Agentur. Ein stadtweites Monitoring habe gezeigt, dass die Schädlinge aktiver seien als in den Vorjahren. Wie hoch der Schaden sei, lasse sich aber nicht abschätzen. Es sei noch möglich, dass er durch starke Feinde wie Wespen und Hornissen oder durch einen Wetterwechsel eingedämmt werde.

Borkenkäfer bohren sich zur Paarung und Eiablage in die Stämme und Astansatzstellen. Durch die Fraßmuster werden die Wasser- und Nährstoffleitbahnen der Bäume zerstört, und sie können absterben. Laut Berliner Pflanzenschutzamt können alle Laub- und Nadelbaumarten befallen werden. Im Stadtgebiet sind demnach Eichen, Ebereschen, Prunus-Arten, Ulmen und alle Obstgehölze am häufigsten betroffen. Von den Nadelgehölzen werden neben Lebensbäumen und Scheinzypressen auch Kiefern und Wacholder heimgesucht.

Gesunde Bäume werden demnach in der Regel nur bei sehr hohen Käfervorkommen befallen. Es gibt rund 120 Borkenkäferarten. In Berlin kommen 13 Arten häufiger vor, darunter Großer Waldgärtner, Thujaborkenkäfer, Kupferstecher und Eichensplintkäfer. (dpa)

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