Schadstoffe im Rucola

Da haben wir den Nitrat-Salat!

Grundsätzlich sollte man auf eine abwechslungsreiche Gemüseauswahl achten.

BK
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Rucola, früher Rauke genannt, ist beliebt. Nach den Ergebnissen von Stiftung Warentest sollte man aber besser keine großen Mengen davon essen.

Rucola, früher Rauke genannt, ist beliebt. Nach den Ergebnissen von Stiftung Warentest sollte man aber besser keine großen Mengen davon essen.

© imago/CHROMORANGE

Auch beim Feldsalat fanden die Tester Nitrat. Die gesunde Alternative: Chicorée. Hier schnitten alle mindestens mit gut ab.
Auf Schadstoffe untersucht haben die Tester zehn Chicorée, sowie je neun Feldsalate und Rucola. Gekauft beim Discounter, in Supermärkten und in Bioläden.

Beim Chicorée schnitten acht mit „gut“ ab, davon am besten, mit der Note 1,7, der „Deutsche Chicorée“ von Aldi. Eine glatte Eins erhielten die Bio-Chicorées von Alnatura und von Denn’s Biomarkt. Nitratreicher, aber in üblichen Portionen ohne Bedenken genießbar, sind laut Tester Feldsalate.

Gut befanden sie den Bio Feldsalat bei Denn’s Biomarkt (Note 2,1). Alle anderen aus den verschiedenen Supermarkt-Ketten erhielten befriedigende Bewertungen. Nur der Feldsalat bei Rewe wurde mit ausreichend (3,6) bewertet.

Edeka schnitt am besten ab (Note 3,5)

Deutlichere Mengen an Nitrat steckten dagegen im Rucola, acht der neun untersuchten Angebote waren belastet. Am besten schnitt hier noch der von Edeka ab (Note 3,5). Alle anderen, auch die Bio-Marken bei Alnatura und Denn’s Biomarkt, lagen zwischen den Noten 3,6 und 4,0.

Fazit der Tester: „Täglich große Mengen der geprüften Rucola könne wir wegen der Nitratgehalte nicht empfehlen. Für einen Erwachsenen, der 60 Kilo wiegt, sind 40 Gramm vom nitratreichsten Salat pro Tag gesundheitlich unbedenklich.“

Nitrate sind Stickstoffverbindungen, die im Boden vorkommen, aber auch mit der Düngung ausgebracht werden. Nitrat selbst ist relativ harmlos. Im Körper, bei falschem Transport oder Lagerung des Grünzeugs kann es aber zu Nitrit werden. Und Nitrit kann sich im Körper zu Nitrosaminen umwandeln. Viele von denen waren im Tierversuch krebserregend.

Aufgrund hoher Nitratgehalte auf Grünes zu verzichten, ist keine gute Idee

Weniger Sorgen müssen sich Salatliebhaber laut Warentest wegen anderer Schadstoffe wie Pestizide, Perchlorat oder Chlorat machen. Grundsätzlich sollte man auf eine abwechslungsreiche Gemüseauswahl achten, empfiehlt Stiftung Warentest.

Aufgrund hoher Nitratgehalte ganz auf Grünes zu verzichten, sei keine gute Idee. Denn die positiven Effekte von Obst und Gemüse überwiegen die Risiken durch zu viel Nitrat.
Die ausführlichen Ergebnisse gibt es in der April-Ausgabe der Zeitschrift „test“.

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