Stau: Sanitäter mussten zu Fuß eilen

Anzeige gegen dreiste Rettungsgassen-Blockierer

Blockierer lachten Sanitäter aus, die mit schwerem Gepäck zur Unfallstelle eilen

Jo Studnik
Lesezeit 2 Min
Bei einem Unfall auf der Autobahn zählt jede Minute - darum ist die Bildung einer Rettungsgasse Pflicht.

Bei einem Unfall auf der Autobahn zählt jede Minute - darum ist die Bildung einer Rettungsgasse Pflicht.

© imago/Jochen Tack (Symbolbild)

An der Unfallstelle bildete sich aber schnell ein Stau - Rettungskräfte machen sich nach wenigen Minuten auf den Weg zur Unfallstelle. Ein Polizeiauto eskortiert die Sanitäter mit ihren zwei Rettungswagen mit einem Schild "Bitte Rettungsgasse bilden".

Dem kommen die Autofahrer nach - bis auf ein paar Schlaumeier, die durch die Rettungsgasse hindurch fahren, um so schneller durch den Stau zu kommen. Das Resultat: Die gerade gebildete Rettungsgasse wird wieder verstopft, die Rettungswagen kommen nicht mehr voran. Schließlich müssen die Retter die letzten 800 Meter zu Fuß - mit Sani-Rucksack, Uniform und Helm! ausgerüstet - zu dem Schwerverletzten eilen.

Autobahn-Rüpel lachen Sanitäter aus

Das allein klingt schon unfassbar, doch es kommt noch dicker: Auf dem Weg zur Unfallstelle sprechen sie die Rettungsgassen-Blockierer auf deren Verhalten an - und werden ausgelacht!

Nur durch Zufall wird dem Verunglückten dennoch zeitig geholfen - weil ein Notarzt sich gerade auf der Gegenfahrbahn befindet und schneller als die Retter am Unfallort ist. Ein Rettungshubschrauber bringt den Mann in ein Krankenhaus.

Ereignet hat sich der Vorgang am Mittwoch - jetzt geht die Feuerwehr in die Offensive: Von 30 besonders dreisten Blockierern haben die Retter Fotos gemacht. Die Fotos werden der Justiz zur Verfügung gestellt -  noch ist unklar, ob die Blockierer nur wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt werden oder mit einer Strafanzeige rechnen müssen. JSt

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