Salomon Kalou

Das blau-weiße Phantom

Manchmal ist Herthas Torjäger lange nicht zu sehen, dann schlägt er eiskalt zu.

BK
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Für die nächsten Spiele wünscht sich Herthas Top-Torjäger mehr Unterstützung im Sturm.

Für die nächsten Spiele wünscht sich Herthas Top-Torjäger mehr Unterstützung im Sturm.

© imago/Bernd König

Manchmal ist lange nichts von ihm zu sehen. Dann schlägt Kalou eiskalt zu. Der 32 Jahre alte Angreifer bewegt sich oft zwischen den Reihen, pendelt zwischen Mittelfeld und Sturm. Wie ein Phantom oder Schattenspieler, nie greif-, aber immer anspielbar. Zuletzt gezeigt gegen Hoffenheim, als Hertha mit dem Rücken zur Wand stand. Kalou köpfte zum 1:1 ein, brachte die Blau-Weißen zurück ins Spiel. 

In fast jedem zweiten Spiel ist Kalou an Tor beteiligt

„In der Bundesliga gibt es nicht viele Mannschaften, die Spieler mit solch einer Qualität haben“, lobt Chefcoach Pal Dardai. Für den Ungarn ist Herthas Top-Torjäger ein Ausnahmeprofi. „Salomon ist für uns so wichtig, weil er die Tore macht.“ 

Aus dem Nichts zur Stelle: Salomon Kalou trifft gegen Hoffenheim. Gegen die TSG klappte der Ausgleich auch, weil mit Kalou, Davie Selke und Vedad Ibisevic in der zweiten Halbzeit drei Angreifer vorne wirbelten.

Aus dem Nichts zur Stelle: Salomon Kalou trifft gegen Hoffenheim. Gegen die TSG klappte der Ausgleich auch, weil mit Kalou, Davie Selke und Vedad Ibisevic in der zweiten Halbzeit drei Angreifer vorne wirbelten.

© imago/Matthias Koch

Das bewies er im Hinrunden-Endspurt. Mit vier Toren in drei Partien sorgte Kalou für Punkte. Insgesamt knipste der sympathische Linksfuß in 103 Liga-Spielen 35 Mal, bereitete dazu 10 Treffer vor – in fast jedem zweiten Spiel ist Kalou an einem Tor beteiligt. 

„ Alles ist möglich und jedes Spiel ist anders“

Damit sein und vor allem das blau-weiße Punktekonto weiter wächst, wünscht sich Kalou, dass Hertha mutiger nach vorne spielt. „Die zweite Halbzeit gegen Hoffenheim ist ein gutes Beispiel, wie ich es mir wünsche.“ Dardai stellte Stoßstürmer Davie Selke in der 57. Minute Kapitän Vedad Ibisevic an die Seite. Eine Minute später schlug Kalou zu. „Mit Vedad war es einfacher, weil er den Ball halten kann“, beschreibt Kalou die Auswirkungen der Umstellung. Und fordert: „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir mehr Druck ausüben.“ Dann könnte der erste Dreier der Rückrunde am Sonnabend klappen: „Wenn wir so spielen, können wir in Leverkusen gewinnen.“ 

Der Champions-League-Sieger von 2012 mit Chelsea kennt in seinem vierten Hertha-Jahr die Bundesliga mittlerweile gut. „Jeder kann jeden schlagen. Alles ist möglich und jedes Spiel ist anders.“ Deswegen geht er die schweren Aufgaben zuversichtlich an. Nach dem Duell mit der Werkself und dem Heimspiel gegen Mainz muss Hertha bei den Bayern und auf Schalke ran: „Das wird nicht leicht. Aber wir haben in diesen Spielen keinen Druck. Vielleicht können wir deswegen punkten“, macht das Phantom Kalou allen Hertha-Fans Mut.   

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