Doch einige Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12 wehren sich mit Flugblättern gegen den Auftritt. Zu lesen sind etwa Slogans wie „Keine AfD am Europatag!" und „Zeig Courage und verhindere den Auftritt von Vertreter und Vertreterinnen einer rassistischen Partei". Dies berichtet der rbb.
Auch ein von Schülern betriebener Instagram-Account kritisiert den Auftritt. Das Gymnasium, das sich auch Europaschule nennt, bekennt sich zu interkultureller Zusammenarbeit und richtet den sogenannten Europatag mit Workshops und Diskussionsrunden aus.
Dazu werden Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien von den Schülern ausgewählt. Sie sollen an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Macht und Verantwortung - Deutschlands Rolle in Europa in Anbetracht globaler Krisen" teilnehmen.
Schulleiter: „Zuspruch bis Ablehnung"
Zugesagt haben bereits die frühere Oberbürgermeisterin von Brandenburg/Havel, Dietlind Tiemann, für die CDU, die Publizistin Anke Domscheit-Berg für Die Linke, der Landtagsabgeordnete Ralf Holzschuher für die SPD, Linda Teuteberg, Bundestagsabgeordnete der FDP, Marie-Luise von Halem, die die Grünen im Landtag vertritt und für die AfD deren Vorsitzender Meuthen.
Schulleiter Thomas Reuß betont, es gebe selbstverständlich unterschiedliche Meinungen zur Teilnahme der AfD am Europatag an der Schule, „von Zuspruch bis Ablehnung". Die Podiumsdiskussion sei allerdings keine Pflichtveranstaltung. Die innerschulischen Gremien hätten teilweise kontrovers diskutiert. Mittlerweile werde die Schule zur Vorbereitung der Podiumsdiskussion durch die Landeszentrale für Politische Bildung beraten.
Es ist nicht das erste Mal, dass sich Schülern in Berlin und Brandenburg gegen Rassismus und die jüngsten Wahlerfolge der AfD protestieren. Bereits 2016 gab es einen sogenannten „Schulstreik". (BK)
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