Kleinlaut der Schlosser vor Gericht: „Sie telefonierte ziemlich laut. Ich wollte ihr die Mütze ins Gesicht ziehen, eine Affekthandlung.“ Genervt sei er gewesen: „Die Bahn war pickepackevoll.“ Und er sei gesundheitlich nicht auf der Höhe gewesen - der „Bluthochdruck“.
Andere S-Bahn-Fahrgäste griffen ein
Es war der 31. Januar, gegen 12.45 Uhr in einem Zug der Linie S8. Andreas K. auf dem Weg zur Arbeit. Eine neue Baustelle. Er spät dran und in Hektik. Gedränge in der Bahn. Er konnte noch einen Platz ergattern, wollte in Ruhe durchatmen. Aber dann die Frau mit Handy.
Ines S. (44, DB-Mitarbeiterin, Name geändert): „Ich stieg Ostkreuz ein, hatte noch ein wichtiges Gespräch.“ Andreas K. knurrte nur. Sinngemäß: „Geh doch in eine Telefonzelle.“ Sie wollte nicht lange reden. Die Frau: „Ich war gerade dabei aufzulegen, da bekam ich seinen Handrücken ins Gesicht.“
Sie war perplex, andere Fahrgäste griffen ein. Die Polizei wurde gerufen. Andreas K.: „Ich habe mich damals sofort entschuldigt und gesagt, dass ich so unter Druck stand, mir die Sache sehr leid tut.“
Sie erlitt eine Schädelprellung und ein Schädelhirntrauma
Als Ines S. zu Hause war, schwoll ihr Gesicht an. Sie hatte eine Schädelprellung und ein Schädelhirntrauma erlitten, war sechs Tage krankgeschrieben. Angst blieb zurück. Ines S.: „Seit dem Tag fahre ich zu 95 Prozent mit dem Auto.“
Andreas K. knurrte: „Vor mir muss sie keine Angst haben.“ Für die Entgleisung in der Bahn verpasste ihm die Richterin einen Dämpfer: 4500 Euro Strafe (90 Tagessätze zu je 50 Euro). Die Richterin: „Um deutlich zu machen, dass man sich so nicht benehmen darf – egal, wie gestresst man ist!“
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