S-Bahn mit Notfahrplan und SEV

Die Berliner Chaos-Wochen

Donnerstag wird der Nord-Süd-Tunnel der S-Bahn gesperrt: Bis zum 4. Mai gibt es einen Notfahrplan mit SEV-Linien. Auch die U-Bahn baut

GERHARD LEHRKE
Lesezeit 3 Min
Die Karte zeigt die verschiedenen Streckenführungen, die bei der S-Bahn bis 4. Mai gelten, während im Tunnel für zwölf Millionen Euro gebaut wird. Unter anderem gibt es ein neues Zugsicherungssystem und neue Beleuchtung.

Die Karte zeigt die verschiedenen Streckenführungen, die bei der S-Bahn bis 4. Mai gelten, während im Tunnel für zwölf Millionen Euro gebaut wird. Unter anderem gibt es ein neues Zugsicherungssystem und neue Beleuchtung.

© Grafiken: S-Bahn Berlin Lizenz

Im Tunnel müssen 19 Weichen, vier Kilometer Gleis und 1,2 Kilometer Stromschienen erneuert werden. Die S-Bahn hat für diese Zeit Linien verlegt, um ihre Fahrgäste um die Streckenlücke herumzufahren.

S 1: Fährt in zwei Teilabschnitten Oranienburg – Gesundbrunnen sowie Yorckstraße (Großgörschenstraße) – Wannsee.

S 2: Nur im Südabschnitt Yorckstraße – Blankenfelde. Nach Bernau fährt die S 9, die im Tagesverkehr bis Buch durch die S 85 ergänzt wird.

S 25: Nur Südabschnitt Yorckstraße – Teltow Stadt. Der Streckenteil nach Hennigsdorf wird durch die S 8 übernommen.

S 45: Wird von Flughafen Schönefeld über den regulären Endpunkt Südkreuz hinaus weiter über den westlichen und nördlichen Ring geführt, übernimmt ab Bornholmer Straße die Leistung der S 8 nach Birkenwerder.

S 8: Von Zeuthen/Grünau über Ostring bis Bornholmer Straße, übernimmt ab dort die Bedienung des S 25-Streckenteils nach Hennigsdorf.

S 85: Von Grünau/Schöneweide über Ostring bis Bornholmer Straße. Sie bildet tagsüber gemeinsam mit der S 9 den Zehn-Minuten-Takt bis Buch. Spätabends und am Wochenende fährt S 85 nur Ostkreuz – Buch.

S 9: Von Schönefeld Flughafen über den gewohnten Endpunkt Pankow weiter bis Bernau. Sie übernimmt hier die Aufgaben der S 2. Bis Buch fahren tagsüber ergänzend Züge der Linie S 85.

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Wer in die Innenstadt will, kann zwei Ersatzbus-Linien nutzen: Sie sollen tagsüber alle drei bis fünf, früh morgens und spät abends alle fünf Minuten fahren, wenn es der City-Stau zulässt.

Beide Linien führen zum S-Bahnhof Friedrichstraße. Die nördliche kommt von Humboldthain über Gesundbrunnen, Bernauer Straße, Tucholsky-/Torstraße, Oranienburger Straße. Die südliche Linie verkehrt von Yorckstraße, Anhalter Bahnhof, Potsdamer Platz, Behren-/Wilhelmstraße.

Die BVG empfiehlt die U 8 als Umfahrungsmöglichkeit, aber auch die U 9. Von U 6 und U 2 rät sie eher ab, weil diese Linien vor allem im Berufsverkehr ohnehin überfüllt sind.

Um das „Fahrvergnügen“ zu vervollständigen, ist die U 7 zwischen Möckernbrücke und Herrmannplatz bis Montag (3.30 Uhr) unterbrochen. Es fahren Busse. Gleichfalls wegen Bauarbeiten pendelt die U 6 ebenfalls bis Montag früh zwischen Platz der Luftbrücke und Hallesches Tor im 12-Minuten-Takt.

Details finden sich auf den Internet-Seiten von S-Bahn, VBB und BVG sowie den jeweiligen Fahrplan-Apps.

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