Ruhig her mit Mubarak

Harald Stutte
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Es stört unser Gerechtigkeitsempfinden, wenn wir sehen, wie die philippinische Diktatoren-Gattin Imelda Marcos bis heute ihrem Schuhtick frönt, während ihre Opfer nie entschädigt wurden. Oder dass Idi Amin, der Schlächter Ugandas, im Exil am Roten Meer friedlich sein Rentnerleben aushauchen durfte. Weltweit gibt es diese "Auffangbecken" für Völkerschinder. Dies hat auch guten Seiten: Mitunter ist es der größte Dienst an noch jungen Demokratien, wenn es Länder gibt, die sich dieser Altlasten annehmen. Vorausgesetzt, sie bieten dem Gast kein Forum, gegen die neue Ordnung in der alten Heimat zu agieren. Zudem sollten die Gastgeber kooperieren, wenn dem Diktator daheim ein Prozess gemacht wird, der die Regeln der Rechtstaatlichkeit erfüllt. Mubarak nach Baden-Baden? Gern. Als er vor einem Jahr zur Behandlung bei uns war, hat das keinen gestört. Er ist reich genug, wird dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liegen. Und Ägypten wird dankbar sein, wenn es ihn los ist.------------------------------Zitat: "Dienst an jungen Demokratien"

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