Brände, Farbbeutel und Beschimpfungen
Erst am Wochenende wurde in der Rigaer Straße ein Polizeifahrzeug beschädigt. Die Feuerwehr musste dort in der Nacht zum Sonnabend mehrere Brände löschen. Eine Hundertschaft Polizei war nötig, um die Brandbekämpfer beschützen. Ein Polizeiauto wurde von Farbbeuteln getroffen. In der gesamten Nacht stellte die Polizei immer wieder kleinere und größere Personengruppen, die der linken Szene zuzurechnen sind, in der Rigaer Straße und Umgebung sowie vor Häusern fest. Einige waren vermummt, Polizisten wurden beschimpft. Ein Carsharing-Auto wurde demoliert und mit Farbe besprüht.
Der erneute Kiezterror eskaliert bereits länger.
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Schon seit Jahren gibt es in dem Kiez, in dem sich das linksalternative Wohnprojekt „Rigaer 94“ befindet, Ärger zwischen dessen Sympathisanten und der Polizei. Noch vor einigen Wochen hatte Innensenator Andreas Geisel (SPD) eine gesunkene Zahl der Vorfälle konstatiert. „Aber es ist immer noch eine angespannte Situation. Sie ist nicht normal.“
Doch bereits in der Nacht zum vergangenen Donnerstag waren von einem Dach Steine auf ein Polizeiauto geflogen. Später versuchte jemand, die Besatzung eines alarmierten Polizeihubschraubers mittels Laser-Pointer zu blenden. „Ich kann nicht nachvollziehen, warum man Steine auf Menschen wirft oder einen Piloten blendet und schwere Verletzungen oder sogar ihren Tod in Kauf nimmt“, schimpft Kerstin Philipp, Landeschefin der Gewerkschaft der Polizei.
Seit Jahren gibt es linke Proteste in der Rigaer Straße.
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Der erneute Kiezterror eskaliert bereits länger: Am 11. Februar beschmierten Linksextremisten in der Rigaer Straße Fahrzeuge und Bauzäune mit politischen Parolen. Am 9. März war hier ein Carsharing-Auto demoliert worden, ein Maskierte schlug an dem Fahrzeug die Scheiben ein.
Einige Tage zuvor hatten offenbar Linksextreme in der Tiefgarage eines Neubaus der Rigaer 21 Autos beschädigt. An den meist teuren Fahrzeuge waren Scheiben eingeschlagen und Reifen zerstochen. „Allein mit Polizei vor der Tür ist das nicht zu lösen“, sagte gestern Innensenator Andreas Geisel (SPD) Es seien Gespräche mit den Anwohnern notwendig. „Aber Straftaten werden wir nicht dulden.“
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