Riesen-Razzia gegen Neonazis

Polizei jagt Hassprügler

Sie kamen frühmorgens und nahmen gleich mal acht Verdächtige mit: Bei einer Großrazzia des Landeskriminalamts wurden am Mittwoch die Wohnungen von Neonazis in Berlin durchsucht.

BK
Lesezeit 2 Min
Polizisten brachten Neonazis zum Erkennungsdienst.

Polizisten brachten Neonazis zum Erkennungsdienst.

© dapd Lizenz

Sie kamen frühmorgens und nahmen gleich mal acht Verdächtige mit: Bei einer Großrazzia des Landeskriminalamts wurden am Mittwoch die Wohnungen von Neonazis in Berlin und vier anderen Bundesländern durchsucht.

Eine Demo der Rechtsextremen Ende Mai in Kreuzberg hatte für große Empörung gesorgt. Gegendemonstranten waren von den Neonazis geschlagen und getreten worden, der Polizei wurde vorgeworfen, bei den Übergriffen nicht konsequent eingeschritten zu sein. Das wollten die Beamten offenbar gestern wieder relativieren und suchten nach Beweisen dafür, dass die Verdächtigen an den Übergriffen beteiligt waren.

80 Ermittler waren im Einsatz, die Wohnungen von zwölf Tatverdächtigen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren wurden durchsucht. Dabei beschlagnahmten die Fahnder Beweismittel in Form von Bekleidung, Computern und Speichermedien. Außerdem fanden die Beamten Teleskopschlagstöcke, Sturmhauben und Quarzhandschuhe. Gegen die Neonazis wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Die Polizeibeamten fotografierten die elf angetroffenen Verdächtigen in ihrer dann beschlagnahmten Kleidung. Acht Verdächtige mussten anschließend zur erkennungsdienstlichen Behandlung, bevor sie laufen gelassen wurden.

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema