Kräuterbutter ist ein absoluter Klassiker unter den Brotaufstrichen – doch wie es bei Klassikern so ist: Es gibt Menschen, an denen sie einfach jahrelang vorbeigehen. So war es mit mir und der Kräuterbutter. Ich kannte sie, aber eher in Form der Rollen, die es fertig im Kühlregal des Supermarktes gibt und von denen man Scheiben abschneidet, um sie auf einem Stück Fleisch schmelzen zu lassen. Dann hat mich meine Mama mal mit selbstgemachter Kräuterbutter überrascht. Und seitdem könnte ich eigentlich fast nichts anderes mehr essen. Hier ist das simple Rezept, das Sie probieren müssen!
Ein Besuch bei den Eltern änderte mein Verhältnis zu Kräuterbutter radikal
Es ist gar nicht lange her, da war ich bei meinen Eltern zu Besuch – und zum Abendbrot stellte meine Mama eine Schüssel mit selbstgemachter Kräuterbutter auf den Tisch.
Erklären Sie mich für verrückt, aber ich hatte nie so richtig darüber nachgedacht, Kräuterbutter mal selber zu machen.
Für mich war das immer ein Lebensmittel, das man kauft, wenn man es für irgendein Rezept braucht. Aber nichts, was ich so interessant fand, dass ich es selbst gemacht hätte, um es einfach so zu essen. Den Geschmack fand ich immer unspektakulär - auf ein Brötchen hätte ich mir Kräuterbutter zum Beispiel nie geschmiert. Das hat sich an diesem Tag für immer geändert.
Seitdem könnte ich ständig Kräuterbutter essen. Denn sie ist schnell gemacht, man braucht dafür eigentlich nur zwei oder drei Zutaten. Am liebsten mag ich die Butter einfach nur mit etwas frischem Brot.
So ein richtig knuspriges Rosenbrötchen oder ein rustikales Baguette, in Stücke gerissen, und dann jeden einzelnen Schnipsel mit der Kräuterbutter beschmiert. So fühlt sich für mich der kulinarische Himmel an! Ohne Quatsch: Während ich diese Zeilen schreibe, kriege ich direkt Appetit. Ich weiß, was es heute Abend gibt.
Ich bin dagegen, bei der Kräuterbutter mit dem Knoblauch zu sparen. Auch wenn man danach keinen Zahnarzttermin haben sollte, macht der Knoblauch die Kräuterbutter erst besonders.
© Illustration: Berliner KURIER/KI
Zutaten: Das brauchen Sie für die beste Kräuterbutter
Sie brauchen: 1 Stück Butter, 2 Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer, 1 Packung TK-Kräutermischung
Zubereitung: So machen Sie die schnelle Kräuterbutter
Zuerst muss die Butter weich werden. Wenn Sie sie direkt aus dem Supermarkt geholt haben, können Sie sie einfach draußen liegen lassen – dann dauert es nicht mehr lange, bis Sie das Stück verarbeiten und zu Kräuterbutter machen können. Eine andere Möglichkeit ist es, das Stück Butter auf die Heizung zu legen.
Man kann auch eine Schüssel mit heißem Wasser erwärmen und dann über das Stück Butter stülpen – dann sorgt das Klima in der warmen Schüssel dafür, dass die Butter schneller weich wird.
Geben Sie sie dann in eine Schüssel. Geben Sie eine ordentliche Portion Salz und Pfeffer darüber und zerdrücken Sie alles mit einer Gabel. Dann kommen die Tiefkühl-Kräuter dazu. Meine Mama hat für ihre Kräuterbutter auch frische Kräuter aus dem Garten verwendet – aber ich habe keinen Kräutergarten. Die tiefgekühlte Variante (ich verwende eine Mischung aus acht Kräutern) funktioniert aber genauso gut.
Der Knoblauch hebt die Kräuterbutter auf ein neues Level
Die Knoblauchzehen werden geschält und durch eine Presse gedrückt. Wer es nicht ganz so würzig mag, kann nur eine Zehe verwenden – wer Knoblauch liebt, kann aber auch drei nehmen. Ohne Mist: Der Knoblauch hebt die ganze Kräuterbutter auf ein völlig neues Level!
Wenn Sie den zerdrückten Knoblauch zur Butter gegeben haben, vermengen Sie alles mit der Gabel, bis sich Kräuter und Knoblauch gut in der Butter verteilt haben. Dann stellen Sie alles in den Kühlschrank.
Tipp: Nehmen Sie die fertige Kräuterbutter am besten zehn Minuten vor dem Servieren aus der Kühlung, damit sie nicht so hart ist und sich gut streichen lässt. Übrigens: Mit der Kräuterbutter kann man auch ein richtig leckeres Kräuterbutterbaguette machen. Guten Appetit!
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