Eins besser als das andere

Slowakische Knödel aus der DDR: Ein Rezept, drei unterschiedliche Gerichte

Locker, herzhaft und vielseitig: Diese slowakischen Knödel sind eine perfekte Beilage und lassen sich am nächsten Tag kreativ weiterverwenden.

Foto von Autor/Autorin: Florian Thalmann
Lesezeit 5 Min
Auch zum Frühstück kann man Knödel essen. Mit Ei wird aus den übrig gebliebenen slowakischen Knödeln ein richtig geniales Gericht, das den leckeren Start in den Tag garantiert!

Auch zum Frühstück kann man Knödel essen. Mit Ei wird aus den übrig gebliebenen slowakischen Knödeln ein richtig geniales Gericht, das den leckeren Start in den Tag garantiert!

© Illustration: Berliner KURIER/KI

Manche Rezepte bieten gleich zwei Verwendungsmöglichkeiten in einem – die slowakischen Knödel gehören genau dazu. Frisch zubereitet und in Salzwasser gegart, machen sie sich hervorragend als herzhafte Beilage zu Fleischgerichten. Bleiben welche übrig, lassen sie sich am nächsten Tag aufgebraten und gezuckert servieren, entweder zu Kompott oder als süße Einlage in einer Suppe. So wird aus einem einzigen Rezept praktisch ein zweites oder sogar drittes Gericht. Aber: Wie macht man slowakische Knödel? Wir verraten, wie es geht?

Knödel selber machen: Das perfekte Rezept für den Anfang

Rezepte für Knödel gibt es viele – und viele Hobbyköche trauen sich nicht so gern an die klassische Beilage, die zu vielen Fleischgerichten passt. Sie setzen lieber auf Fertiggerichte. Denn Knödel aus dem Kühlregal, dem Tiefkühlfach oder sogar gefriergetrocknete Varianten gibt es reichlich. Dabei ist es gar nicht so schwer, richtig leckere Knödel selber zu machen!

Wie verraten Ihnen in diesem Rezept aus dem DDR-Kochbuch, wie Sie in der eigenen Küche ganz leicht slowakische Knödel zaubern. Die kann man übrigens nicht nur als Beilage servieren, denn vor allem aus übrig gebliebenen Knödeln lassen sich richtig tolle Rezepte kreieren.

Zuerst haben wir nun das Grundrezept für Sie, dann verraten wir drei einfache Rezepte für die Weiterverwertung der Knödel. Ganz wichtig bei der Zubereitung: Die Knödel sollten im siedenden Wasser kaum kochen, sondern eher sanft gar ziehen. Kocht das Wasser zu stark, drohen die Knödel auseinanderzufallen, statt ihre Form zu behalten. Also immer schön vorsichtig … Guten Appetit!

Die Knödel werden in siedendem Wasser zubereitet. Das Wasser sollte aber nicht kochen, sonst besteht die Gefahr, dass die Knödel zerfallen.

Die Knödel werden in siedendem Wasser zubereitet. Das Wasser sollte aber nicht kochen, sonst besteht die Gefahr, dass die Knödel zerfallen.

© Illustration: Berliner KURIER/KI

Zutaten für slowakische Knödel

Sie brauchen: 400 g Mehl, ½ l Milch, 2 Eier, 4 bis 6 gekochte Kartoffeln, 50 g Margarine, 200 g Weißbrot, Salz, Muskat

Zubereitung: So machen Sie slowakische Knödel

Reiben Sie die gekochten Kartoffeln und verarbeiten Sie sie zusammen mit Mehl, Milch und den Eiern zu einem gleichmäßigen Teig. Schneiden Sie das Weißbrot in kleine Würfel und rösten Sie sie in der Margarine goldbraun. Mischen Sie die gerösteten Brotwürfel unter den Teig und würzen Sie ihn mit Salz und Muskat.

Formen Sie mittelgroße Knödel und geben Sie sie in siedendes, leicht gesalzenes Wasser. Lassen Sie sie darin kaum kochen, sondern eher sanft gar ziehen. Übrig gebliebene Knödel schmecken am nächsten Tag aufgebraten und gezuckert ausgezeichnet. Hier haben wir drei einfache Rezeptideen für Sie, mit denen Sie die Knödel am Tag danach in ein ganz besonderes Gericht verwandeln – zum Frühstück, herzhaft mit Pilzen oder sogar mal süß mit Zimt und Apfelmus. Guten Appetit!

Rezeptidee Nummer 1: Geröstete Knödelscheiben mit Ei

Schneiden Sie die übrig gebliebenen Knödel in etwa fingerdicke Scheiben. Erhitzen Sie etwas Butter oder Margarine in einer Pfanne und braten Sie die Scheiben darin von beiden Seiten goldbraun und knusprig an. Verquirlen Sie in der Zwischenzeit zwei bis drei Eier mit einem Schuss Milch, Salz und Pfeffer.

Gießen Sie die Eimasse über die gebratenen Knödelscheiben, sobald diese schön kross sind, und lassen Sie alles bei kleiner Hitze stocken, ohne dabei zu rühren. Wer mag, streut vor dem Servieren noch etwas Schnittlauch darüber. Perfekt übrigens auch, wenn man zum Frühstück Knödel-Hunger hat!

Restliche Knödel können Sie auch süß servieren. Einfach in Scheiben schneiden, anbraten, mit Zucker und Zimt verfeinern und dazu etwas Apfelmus reichen. Köstlich!

Restliche Knödel können Sie auch süß servieren. Einfach in Scheiben schneiden, anbraten, mit Zucker und Zimt verfeinern und dazu etwas Apfelmus reichen. Köstlich!

© Illustration: Berliner KURIER/KI

Rezeptidee Nummer 2: Süße Knödelscheiben mit Zimt

Schneiden Sie die Knödel in Scheiben und braten Sie sie in etwas Butter von beiden Seiten goldbraun an. Bestreuen Sie sie noch heiß mit einer Mischung aus Zucker und Zimt, sodass sich beides beim Schmelzen leicht mit der Butter verbindet und eine dünne, karamellige Schicht entsteht. Servieren Sie die süßen Knödelscheiben warm zusammen mit einem Klecks Apfelmus oder etwas Kompott nach Wahl.

Aus den Knödeln können Sie auch eine richtig leckere Pilzpfanne machen. Dafür werden übrig gebliebene Knödel gewürfelt und mit Pilzen und Zwiebeln angebraten. Genial!

Aus den Knödeln können Sie auch eine richtig leckere Pilzpfanne machen. Dafür werden übrig gebliebene Knödel gewürfelt und mit Pilzen und Zwiebeln angebraten. Genial!

© Illustration: Berliner KURIER/KI

Rezeptidee Nummer 3: Pilzpfanne mit Knödelwürfeln

Schneiden Sie die übrig gebliebenen Knödel in daumengroße Würfel. Putzen Sie 200 g Champignons und schneiden Sie sie in Scheiben. Braten Sie die Pilze zusammen mit einer fein gehackten Zwiebel in etwas Butter an, bis der austretende Saft verdampft ist.

Nehmen Sie beides kurz heraus, geben Sie mehr Fett in die Pfanne und braten Sie die Knödelwürfel darin von allen Seiten knusprig an. Geben Sie Pilze und Zwiebel zurück und schwenken Sie alles kurz durch. Würzen Sie mit Salz, Pfeffer und reichlich frischer Petersilie. Wer mag, rührt zum Schluss noch einen Klecks saure Sahne unter.

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