Protestzug durch Kreuzberg

Polizei erklärt Revolutionäre 1. Mai Demo für beendet

1500 Teilnehmer aus der linken und linksextremen Szene protestieren in Kreuzberg.

BK
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Teilnehmer der revolutionären 1. Mai Demonstration.

Teilnehmer der revolutionären 1. Mai Demonstration.

© dpa

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Die Polizei verhinderte mit einer Kette von Beamten quer über die Skalitzer Straße, dass die Demonstranten zurückfluten auf das Straßenfest „Myfest“. In dem sogenannten revolutionären 1. Mai-Demonstrationszug waren zahlreiche in Schwarz gekleidete und vermummte Demonstranten mitgelaufen. Es waren auch Böller und bengalische Feuer gezündet sowie Fahnen geschwenkt worden.

Berlins neue Polizeipräsidentin Barbara Slowik ist zufrieden

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik und Innensenator Andreas Geisel (SPD) haben sich in einer ersten Bilanz der Feiern und Demonstrationen am 1. Mai zufrieden gezeigt. Viele Menschen hätten friedlich gefeiert, sagte Slowik am Dienstagabend im RBB-Fernsehen. Die sogenannte revolutionäre 1. Mai-Demonstration um 18.00 Uhr sei ohne größere Straftaten geblieben, die Teilnehmerzahl sei rückläufig, ein Meer an kurdischen Flaggen wie angekündigt habe es nicht gegeben.

Die Polizei werde bei Straftaten Beweise sichern und zugreifen, gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt, sagte Slowik. Die neue Polizeichefin hält damit an der Deeskalationslinie der vergangenen Jahre fest. Das sei die richtige Strategie, sagte Slowik, die seit drei Wochen im Amt ist.

Auch Innensenator Geisel verteidigte die Strategie als richtig. Die Gemengelage sei schwierig gewesen. Die Polizei habe in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche unter anderem mit kurdischen Verbänden und Vereinen geführt. Die Veranstalter der Demonstration hatten im Vorfeld angekündigt, auch Fahnen der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu zeigen.

MyFest und MaiGörli verlaufen friedlich

Parallel zu den Protestzügen liefen die Straßenfeste "Myfest“ und „MaiGörli“ weiter. Vom Moritzplatz bis zur Oberbaumbrücke hatte sich eine rund drei Kilometer lange Feiermeile mit dichtem Gedränge gebildet. Zehntausende Menschen waren unterwegs. Das „MaiGörli“ wurde wegen Überfüllung geschlossen.

Polizei richtet Sperrzone ein

Um die Feste richtete die Polizei eine Sperrzone für Autos ein. Erstmals wurde riesige Plastikbehälter als Straßensperren aufgestellt und mit Wasser gefüllt. Sie sollen ein Schutz gegen islamistische Anschläge oder Amokläufer sein. 

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