Übler Vorfall in einem ICE der Deutschen Bahn! Ein Mann erlitt am Freitag am Hauptbahnhof in Dortmund einen heftigen Stromschlag als er an die Steckdose an seinem Sitz griff. Ein zufällig anwesender Arzt musste Erste Hilfe leisten. Die Bundespolizei ermittelt nun, ob es sich bei dem Vorfall um eine absichtliche Manipulation gehandelt haben könnte.
Der Zug wurde evakuiert und die Fahrt endete vorzeitig. Rund 360 Reisende mussten ihre Fahrt daraufhin anderweitig fortsetzen.
Mann erleidet gefährlichen Stromschlag in ICE
Zuvor hatte die Deutsche Bahn gegen 9.40 Uhr am Freitagmorgen die Bundespolizei über einen Verletzten an Bord informiert. Der Mann (31) habe einen Stromschlag durch eine Steckdose im Zug erlitten. Der Vorfall soll sich kurz vor der Einfahrt in den Hauptbahnhof von Dortmund ereignet haben. Der Mann habe zur Steckdose, die sich zwischen den beiden Sitzen befindet, gegriffen und dabei plötzlich einen heftigen Stromschlag durch den ganzen Körper erfahren.
Mitreisende bemerkten den Vorfall und ein zufällig anwesender Arzt versorgte den Mann mit Erster Hilfe. Auch das Zugpersonal wurde verständigt. Der Betroffene habe über starke Schmerzen in der Brust geklagt. Im Hauptbahnhof Dortmund stiegen dann Rettungskräfte in den Zug und kümmerten sich um den Mann. Er wurde in eine Klinik gebracht.
Bundespolizei warnte im vergangenen Jahr vor manipulierten Steckdosen
Die ebenfalls verständigte Bundespolizei fand in der Steckdose des Zuges einen kaputten Reisestecker-Adapter. „Aus der Streckdose ragten zwei blanke Metallstifte heraus“, hieß es von der Bundespolizei in einer Mitteilung. Für die Beamten ist das durchaus ein Grund zur Sorge, denn wie der KURIER bereits vor Monaten berichten, warnte die Bundespolizei bereits im vergangenen Jahr vor manipulierten Steckdosen. Damals hatten unbekannte Täter Metalldrähte in Steckdosen eines Regionalzuges gesteckt. Auch damals drohte ein tödlicher Stromschlag.
Die Bundespolizei in Dortmund kontrollierte daraufhin vorsichtshalber den Rest des Zuges und ließ den Zug evakuieren. Doch es wurden keine weiteren möglicherweise manipulierten Steckdosen gefunden. „Ob es sich um eine vorsätzliche Straftat handelt, ist nun Gegenstand dieser Ermittlungen“, hieß es weiter. Den Zug habe man vorsichtshalber dennoch zur Instandhaltung in ein Bahnbetriebswerk geschafft.
Dem Verursacher des Stromschlags droht jedoch eine saftige Strafe. Die Bundespolizei hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen Unbekannt eingeleitet. Zudem müssen der oder die Täter wohl auch Schadenersatzforderungen von der Bahn fürchten. Die Polizei bittet daher um Hilfe. Weitere Geschädigte sowie Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich mit der Bundespolizei unter der kostenfreien Servicehotline 0800/ 6 888 000 in Verbindung zu setzen. ■
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