Rentnerin starb, weil der Fahrer nicht half Die Richterin verurteilte ihn wegen unterassener Hilfeleistung

BVG-Drama

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Moabit - Eine Rentnerin sackt im Bus zusammen. Sie sitzt wie ein Häufchen Elend in den Gang geneigt. Doch der Fahrer hält sie nur für "verwirrt". Über eine Stunde kurvt er mit Gerda K. (80) durch Spandau. Fassungslose Polizisten aber brachten Frank W. (63) wegen unterlassener Hilfeleistung vor Gericht.Es war ein Schlaganfall. Die Video-Überwachung aus dem Bus der Linie M37 belegte: Gerda K. sackte plötzlich zusammen. Zehn Minuten später bemerkte der Busfahrer an der Endhaltestelle die Rentnerin, sprach sie an. Frank W.: "Ich konnte sie nicht verstehen."Er informierte die Leitstelle über eine "hilflose Person", die nicht aussteigen will. Frank W.: "Habe schon früher erlebt, dass eine ältere Dame sich so verhielt, dann mit Polizisten mitging." Er begnügt sich mit der Antwort, dass die Polizei an der nächsten Endhaltestelle warte. Er kümmerte sich nicht weiter um die Frau, knipst sogar das Licht aus, machte seelenruhig Pause, fuhr dann weiter.18.24 Uhr war Gerda K. (Namen geändert) eingestiegen. 18.35 Uhr der Schlaganfall. Sie kippte zur Seite. Sie wedelte leicht mit der linken Hand. Die Anklägerin: "Sie gibt Zeichen, nichts passiert. Sie durchlebt eine furchtbare Zeit. Ihm war es offenbar egal."Die Polizisten waren entsetzt, als sie 19.44 Uhr Gerda K. sahen: "Es war klar, dass was nicht stimmt." Sie starb im Krankenhaus. Die Richterin: "Dass die Polizei gerufen wurde, war hier keine Hilfe. Es ging ihm darum, sich der Dame zu entledigen." Unmoralisch und strafbar habe sich W. verhalten. Urteil: 4800 Euro Strafe.------------------------------

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