„Ich war schon einmal schwer krank, und jetzt wächst wieder irgendwas in mir“, sagt Schmidt mit fester Stimme. Noch ist unklar, was für ein Tumor es ist. „Die Ärzte haben mir aber gesagt, dass das mit 67 Prozent Wahrscheinlichkeit etwas Bösartiges ist, was da in meinem zentralen Mittelhirn wuchert. Das stellt sich im Februar raus ...“
Sollte sich der furchtbare Verdacht bestätigen, hat der stolze Mann klare Pläne. „Ich könnte mich dann wieder operieren und das Ding aus meinem Kopf schneiden lassen, klar. Aber danach wäre ich ziemlich lädiert, salopp ausgedrückt.“
Dann fügt der Mann ernst hinzu: „Die dann notwendige Operation hätte so heftige Folgeschäden, dass ich gesagt habe: Nein! Das will ich nicht. Dann sterbe ich eben, wenn es so sein soll.“
Doch zuvor wollte sich der Mann aus Oberschöneweide einen letzten Wunsch erfüllen: „Durch Europa fahren und Länder sehen, in die ich es bislang leider nicht geschafft habe. Norwegen, Schweden, Schottland – meine letzte große Reise eben.“
Dafür hatte sich Schmidt im vergangenen November von seinem Ersparten ein Wohnmobil für 3.600 Euro gekauft. Geparkt hatte Schmidt das Fahrzeug direkt vor seiner Tür in der Schnellerstraße – „und in der Nacht zu Montag muss es dann gestohlen worden sein.
Am Morgen war es einfach nicht mehr da.“ Weil der 43-Jährige bislang nur eine Haftpflichtversicherung für das Wohnmobil abgeschlossen hatte, bekommt er keinen Cent ausgezahlt.
René Schmidt: „Ich habe zwar nicht mehr viel Hoffnung. Aber vielleicht hat den Wagen ja zufällig jemand gesehen oder weiß sonst etwas darüber. Das Kennzeichen lautet B-TS 781.“
Hinweise bitte an die KURIER-Redaktion, wir werden diese sofort an Herrn Schmidt weiterleiten.
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