Verteidiger Karim Rekik stand zufrieden nach dem Abpfiff in der Ostkurve, die Spieler wurden von den Fans gefeiert, obwohl es nach dem 1:0 gegen Freiburg und dem 1:0 in Leverkusen gegen das Topteam keinen Sieg gab. „Wir haben wieder kein Gegentor kassiert. Hinten sind wir wieder stabil geworden. Das ist erstmal sehr wichtig. Das war gegen Gladbach auf alle Fälle ein gewonnen Punkt. Es war ein sehr schwieriger Gegner.“
Das Spiel lief eigentlich genauso wie in Leverkusen. Hinten viel Beton anrühren, die Gladbacher mit Zweikämpfen entnerven und dann mit Kontern irgendwie auf Torchancen lauern. Mit der alten Sicherheitsspielweise, die schon Ex-Trainer Pal Dardai über viereinhalb Jahre pflegte, fühlen sich die Spieler wohler.
Nach 19 Minuten haben die Blau-Weißen die erste Chance. Javairo Dilrosun dribbelt sich in den Strafraum, seine Flanke köpft Dodi Lukebakio knapp links neben den Pfosten.
Dann der Auftritt von Eduard Löwen, der zum ersten Mal bei Neu-Trainer Jürgen Klinsmann in der Startelf steht. Der Ex-Nürnberger mit dem Hammerschuss trifft beim Freistoß aus 25 Metern nur die Latte (22.). Was für ein Kracher! „Schade, dass der nicht reingegangen ist, Ich hatte den Ball aber gut getroffen. Irgendwann klappt es auch!, sagt Löwen.
Worte, die den neuen Optimismus ausdrücken, der in der Truppe wieder herrscht, seit Klinsmann da ist. Auch Stürmer Dodi Lukebakio traut sich wieder etwas zu, In der 29.Minute ein frecher Schlenzer von halbrechts, der nur knapp am Pfosten vorbei rauscht. Mit etwas Glück hätte Hertha mit eine Führung in die Pause gehen können.
In der zweiten Halbzeit gaben die Fohlen mehr Gas. Doch Herthas Bollwerk hielt. Gerade auch, weil Mittelfeldabräumer Per Skjelbred einen Sahnetag hinlegte und Gladbachs Aufbau-Spiel immer wieder zerstörte. Es bleibt beim 0:0. „Wir wollten zwar gewinnen, aber wir sind mit dem Punkt zufrieden. Mit Klinsmann geht es bei Hertha wieder aufwärts. Die Basics greifen.“
Und was sagte Klinsmann selbst? „Wir nehmen jeden Punkt da unten mit. Man sieht einfach, dass da etwas zusammenwächst.“ Muss es auch und in der Rückrunde sollte dann auch die offensive Spielkultur mal in Angriff genommen werden.
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