Bei drückend schwülen 27 Grad erleben die Spieler von Urs Fischer gegen das Europa-League-Team aus der Autostadt sogleich einen Auftakt nach Maß. Eine Freistoßflanke von Kapitän Christopher Trimmel schiebt Stürmer Sebastian Andersson kaum bedrängt ins Tor der Wölfe ein. Es sind noch nicht mal volle zwei Minuten gespielt.
Es bleibt aber die einzig nennenswerte Offensivaktion der Eisernen, die sich in der Folge vor allem in der Verteidigung wiederfinden, den Ligakonkurrenten schon im Mittelfeld in einem Bollwerk aus Terrier Manuel Schmiedebach, Routinier Christian Gentner und dem beeindruckend bissigen Robert Andrich einquetschen.
Wer da doch mal durchbricht, prallt an Debütant Neven Subotic, spätestens aber an Rafal Gikiewicz im Tor ab. So viel ist sicher: Unions Verteidigung istzwei Wochen vor dem Pflichtspielauftakt im Pokal in Halberstadt startklar.
Im Angriff fehlt, nach der aufreibenden Trainingswoche, bei teilweise deutlich über 30 Grad und der Flugreise ins Salzburger Land, aber merklich die Spritzigkeit.
Erst die Einwechslung von Anthony Ujah und Sheraldo Becker nach zwei gespielten Vierteln sorgt für etwas Aufregung. Gerade die Kombination aus Beckers Tempo und Ujahs Kopfballstärke könnte den Eisernen so manchen Punkt in der kommenden Saison sichern.
Für den Testspiel-Dreier reicht es am Ende aber nicht ganz, weil Wolfsburgs Joao Victor nach 79 Minuten gegen Moritz Nicolas frech einschiebt. Und doch bleibt: Dieser Testspielpunkt war fleißig erkämpft, Union.
So spielte Union in den ersten zwei Vierteln
Gikiewicz - Trimmel, Rapp, Subotic/Parensen (je ein Viertel), Reichel - Gentner, Schmiedebach - Abdullahi, Andrich, Mees - Andersson
So spielte Union in den zweiten zwei Vierteln
Nicolas - Bülter, Dietz, Schlotterbeck, Lenz - Prömel, Kade - Becker, Ingvartsen, Gogia - Ujah
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