Motivator Klinsi hat der Mannschaft wieder Kampf, Willen und Aggressivität eingehaucht. „Die Mannschaft hat Willenskraft gezeigt, das war erfrischend. Wenn du unten drinsteckst, geht es nicht um Schönspielerei, sondern um Punkte. Du musst es umbiegen, um weiter nach oben zu kommen. Das ist erst mal unsere Aufgabe. Der Punkt war ein kleiner Schritt nach vorne“, erklärt Optimist Klinsmann.
Er lobt die Mannschaft nach zehn Tagen Amtszeit: „Die Spieler wollen etwas aufnehmen und annehmen. Natürlich sind wir noch in der Findungsphase. In der nächsten Woche will ich mit dem einen oder anderen mal einen Kaffee trinken, um ihn noch näher kennenzulernen.“
Das Lob bekommt er vom Team zurück. „Was der neue Trainer bisher bewirkt hat, konnte man über weite Strecken sehen, aber vermutlich wird es erst im Januar richtig deutlich“, sagt Marko Grujic.
Klinsmann hat den Spielern wieder Selbstvertrauen eingehaucht. „Wir wollten wieder eklig sein. Jeder soll denken: Oh Gott, jetzt kommt Hertha. Das ist schon ein Ziel von uns und so versuchen wir auch, unsere Punkte zu bekommen. Es macht wieder Spaß“, erklärt Niklas Stark.
Auch wenn Hertha eine 2:0-Führung durch Tore von Dodi Lukebakio (30.) und Marko Grujic (63.) aus der Hand gab. „Mit etwas mehr Glück hätten wir drei Punkte holen können, so ist es einer geworden. Der Trainer hat uns vor dem Spiel sehr gut motiviert und hat uns gut eingestellt.“ Da wächst gerade etwas zusammen, obwohl noch nicht alles gut läuft.
Wie schon gegen Dortmund und in den Spielen unter Vorgänger Ante Covic fehlt es noch an Balance zwischen Defensive und Offensive. Zu viele Löcher im Mittelfeld. Auch das Passspiel ist oft noch zu unpräzise und damit gibt es nicht so viele Torchancen. Auch die Schwäche bei Standards des Gegners ist noch da. Beide Gegentore fielen nach Ecken. „Das ist eine Thematik, das werden wir trainieren“, sagt Klinsmann.
Es bleibt jede Menge Arbeit. Doch Klinsi ist angriffslustig: „Gegen Freiburg wird es ein großes Spiel. Da holen wir dann drei Punkte.“
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