Während in der einen Ecke des Riesen-Areals die Traber samt Sulkys ihre Runden drehen, werden an anderer Stelle Menschen mit schweren Mehrfach-Behinderungen Kontakt mit Pferden haben. Gleichgewicht, Koordination, Atmung, Sensorik und Psyche werden durch das therapeutische Reiten gestärkt. Auch Pferdefans jeden Alters sollen bei niveauvollem Spring- und Dressurtraining auf ihre Kosten kommen. Für Steppkes ist Pony-Reiten angesagt.
„Das Glück dieser Erde“ will die Stiftung „Rehabilitationszentrum Berlin-Ost“ wahr machen. Im Dezember hatte sie zu einem geheimen Kaufpreis ein 100 000 Quadratmeter großes Teilstück der Trabrennbahn erworben. 20 000 Quadratmeter davon sollen bebaut werden. Rund 4 Millionen Euro will die Stiftung in die Hand nehmen.
Lichtenbergs Vize-Bürgermeister Dr. Andreas Prüfer (Die Linke) zum KURIER: „Der Bauantrag ist gestellt. Wir rechnen damit, dass das Reittherapiezentrum Ende nächstes Jahres öffnen wird.“
Insgesamt 60 Pferde sollen zum Bestand gehören, acht davon sind ausgebildete Therapiepferde. Und damit die großen und kleinen Reiter nicht tropfnass im Regen trainieren müssen, werden zwei große Reithallen mit Innentribüne gebaut. Darüber hinaus sind ein Verwaltungs-, Pflege- und Sozialgebäude sowie drei Offenställe und 24 Pferdeboxen mit Paddocks geplant. Bleibt zu hoffen, dass dieser Investor wirklich die Hufe hochkriegt.
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