Die CDU-Fraktion in der BVV ärgert sich schon lange über die Drahtesel-Wracks. „Fast jeden Tag fallen mir Fahrradleichen am U-Bahnhof Alt-Tegel auf“, sagt CDU-Politiker Felix Schönebeck dem KURIER. Auch an den Knotenpunkten Wittenau und Frohnau stehen und liegen sie herum. „Das sieht nicht nur hässlich aus, die Fahrradleichen blockieren die eher spärlich gesäten Radständer“, so der Bezirksverordnete Schönebeck. Er hat mit seinen Fraktionskollegen ein Konzept erarbeitet, das die Entsorgung von Radleichen beschleunigen soll.
Vier-Wochen-Frist bis zur Beseitigung
Dieses Drahtesel-Wrack an einem Laternenmast im Prenzlauer Berg hat schon keine Räder mehr.
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Die Idee: Wenn ein Drahtesel-Wrack von Bürgern gemeldet oder vom Ordnungsamt entdeckt wird, soll ein Eil-Verfahren zur Beseitigung eingeleitet werden. Vorbild: der Umgang mit Autowracks. „Das Fahrrad wird zunächst mit einer auffälligen Markierung versehen, die für den Eigentümer eine Vier-Wochen-Frist bis zur Beseitigung ausweist“, so CDU-Fraktionschef Tobias Siesmayer. Das allein ist noch keine Revolution, sondern in Teilen Berlins bereits gelebte Praxis.
Irreparable Fahrräder kommen auf den Schrott
Entscheidend ist, dass nach Ablauf der Frist etwa die BSR das Wrack konsequent aus dem Stadtbild entfernt – und einlagert. Bisher stehen Wracks oft noch ewig herum. „Der Besitzer soll dann noch etwa drei Monate die Chance haben, die eingelagerte Fahrradleiche abzuholen“, sagt CDU-Mann Schönebeck. Nicht abgeholten Drahtesel könnten zum Beispiel repariert und für einen guten Zweck gespendet werden. Irreparable Fahrräder dagegen kämen auf den Schrott.
„Den Antrag für das Verfahren haben wir bereits in die BVV eingebracht“, sagt Schönebeck. Das Vorhaben werde nun im Ordnungsausschuss behandelt. Stimmt eine Mehrheit zu, ist dies ein Auftrag ans Bezirksamt, das Konzept umzusetzen.
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