Was jetzt an der Bayerischen Staatsoper in München passierte, war allerdings eine echte Premiere: Der Kultregisseur wurde nicht nur ausgiebig mit Buhrufen bedacht. Viele Zuschauer verließen den Saal fluchtartig.
„Ein totentanzartiger Albtraum“
Dabei hatte der Berliner nichts Anderes gemacht als von ihm erwartet wurde: Die von dem 66-Jährigen inszenierte Gulag-Oper „Aus einem Totenhaus“ von Leos Janacek hatte genug Zunder, um die Stimmung im Publikum explodieren zu lassen.
Castorf führt die Erfahrungen von Dostojewskis Aufenthalt im zaristischen Strafgefangenenlager im 19. Jahrhundert mit der Realität der Lager des 20. Jahrhunderts „zu einem totentanzartigen Albtraum“ zusammen. Einige Bravos gab es dafür auch.
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