Redaktionsbesuch von Trump

KURIER first!

Der „US-Präsident“ schaute im Berliner Newsroom vorbei.

Florian Thalmann
Lesezeit 2 Min
Die Kurier-Titelseite „Erde an Trump: Fuck you!“ ging letztes Jahr viral. Unser Redakteur findet das gut, das Trump-Double natürlich nicht. 

Die Kurier-Titelseite „Erde an Trump: Fuck you!“ ging letztes Jahr viral. Unser Redakteur findet das gut, das Trump-Double natürlich nicht. 

© Volkmar Otto

Welcome, Mr. President! Mit so hohem Besuch hätten selbst die Journalisten im DuMont-Newsroom kaum gerechnet. Doch am Vormittag stand Trump in der Tür – blauer Anzug, rote Krawatte, die blonden Haare ganz typisch nach hinten gekämmt. 

Zwei Liter Silikon

Erst auf den zweiten Blick wurde klar: Es ist nicht der echte US-Präsident, sondern eine täuschend echte Nachbildung. Dieser Trump kommt direkt aus dem Wachs-Museum „Madame Tussauds“ Unter den Linden – und ist die allererste Live-Figur der Kult-Ausstellung, die damit für drei Wochen vom Wachs- zum Witzfigurenkabinett wird. Während die Wachs-Kopien der Promis nur still herumstehen, kann sich dieser Präsident bewegen, denn im Kostüm steckt ein Schauspieler.

Trump in der Überschriften-Konferenz mit den diensthabenden Chefs des KURIER. 

Trump in der Überschriften-Konferenz mit den diensthabenden Chefs des KURIER. 

© Volkmar Otto

Die Trump-Kopie entstand zufällig, erzählt Nina Zerbe, Sprecherin der Attraktion. „Die Mitarbeiter in der Werkstatt füllten die Gussform für den Wachskopf statt mit Wachs mit Silikon“, sagt sie. So war die Idee geboren, eine Maske anzufertigen. Neun Künstler arbeiteten an dem Stück, das sogar aus der Nähe täuscht, zwei Liter Silikon stecken darin.

Drei Wochen Trump bei Madame Tussauds

Das Trump-Double wird nun im Zimmer des Präsidenten zu sehen sein. „Dort wird er all die Dinge tun, die ein Präsident eben tut, wenn er denkt, dass er allein ist“, sagt Zerbe. Die Besucher des Museums dürfen ihm unter anderem dabei zuschauen, wie er tanzt. Fünf Schauspieler wechseln sich ab. Denn: Unter der Maske herrschen Temperaturen, die niemand länger als fünfzehn Minuten erträgt.

Der Spuk – Trump trank Kaffee, guckte den Reportern beim Arbeiten zu, diktierte der Chefredaktion Überschriften in die Feder und leugnete am Lesertelefon den Klimawandel – war inklusive Erholungspausen nach knapp zwei Stunden beendet. Im „Madame Tussauds“ darf der Präsident nun für drei Wochen seine Kreise ziehen. Denn seine Mission hat er gut erfüllt: KURIER first!

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