Mitte Dezember 2014 bestätigten deutsche Sicherheitsbehörden, dass der Charlottenburger am 7. Dezember bei Kämpfen südlich der Stadt Mossul (Irak) bei einem Raketenangriff getötet wurde. Dies war jedoch eine Verwechslung.
Wie der „Stern“ berichtet, habe Reda Seyam (55) am 18. Dezember via Skype-Telefonat seine zweite Ehefrau in Berlin kontaktiert. Er selbst soll überrascht gewesen sein, dass er für tot erklärt wurde. Seine Angehörigen hatten zwei Tage nach der Todesnachricht eine Trauerfeier organisiert.
Der Berliner Salafist, der vor rund zwei Jahren über Ägypten in die türkisch-syrische Grenzregion reiste, hatte sich unter dem Kampfnamen „Dhul Qaranain“ bis zum regionalen IS-Bildungsminister im Nordirak „hochgetötet“. Doch offenbar saß nicht „Dhul Qaranain“ in dem Fahrzeug, das im Dezember von einer Rakete getroffen wurde, sondern ein ISIS-Kämpfer mit ähnlichem Namen. Mittlerweile sind auch deutsche Sicherheitsbehörden überzeugt, dass der Dschihadist am Leben ist, Studenten zu ISIS-Kämpfern verpflichtet und weiter nichtislamische Lehranstalten schließt.
Der ehemalige Hartz-IV-Empfänger aus Charlottenburg hat sieben Kinder in Berlin, wirbt seit über 20 Jahren als Propagandist für den „Heiligen Krieg“. 2002 soll er zu den Hintermännern des Terroranschlags auf der Ferieninsel Bali gehört haben. 2009 bekam er vor Gericht recht, seinen Sohn Dschihad nennen zu dürfen.
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