Stuttgart - Gefühlt ist er längst in Spanien. Seit Wochen zieht sich der Poker hin. Doch jetzt hat sich Sami Khedira auch offiziell entschieden. "Ja, Khedira hat uns mitgeteilt, das er zu Real Madrid will", erklärte Fredi Bobic, der neue Manager des VfB Stuttgart. Der Wechsel des Nationalspielers zum spanischen Rekordmeister ist nur noch eine Frage des Geldes.Nach der allseits erwarteten Entscheidung des deutschen WM-Stars müssen sich die Klubs nur noch über die Ablösesumme einig werden. Bobic: "Es liegt jetzt nur noch an Real und an uns, eine Übereinkunft zu treffen." Der VfB verlangt dem Vernehmen nach 15 Millionen Euro, wäre mit zwölf Millionen aber wohl auch zufrieden. Real bietet angeblich zwischen acht und zehn Millionen Euro. Doch diese Frage düfte nur noch Formsache sein. Denn der Vertrag des 23-Jähirgen in Stuttgart läuft noch bis zum Ende der kommenden Saison, danach wäre er ablösefrei. Khedira ist im Kreis der Königlichen angekommen.Bobic: "Es ist natürlich sehr schade, so einen Spieler wie Khedira zuverlieren. Das gilt vor allem auch für seine Persönlichkeit."Das Mittelfeld-Ass ist der Wunschspieler des neuen Real-Trainers Jose Mourinho. Der Portugiese traf sich schon kurz nach der WM in Südafrika mit Khedira und dessen Berater Jörg Neubauer in Madrid. "Herr Mourinho hat sehr eindrucksvoll deutlich gemacht, dass er Sami haben will. Wir sind uns mit Real einig", erklärte Neubauer. Über die Laufzeit des Vertrages will Neubauer keine Angaben machen: "Solange sich der VfB und Real nicht einig sind, werden wir uns dazu nicht äußern."Ohne WM-Urlauber Khedira ist Stuttgart erfolgreich in die Europa-League gestartet. Die Schwaben gewannen das Hinspiel der dritten Quali-Runde beim norwegischen Vize-Meister Molde FK trotz einiger Unsicherheiten mit 3:2 (1:0).------------------------------Diese Deutschen waren bei RealWenn's für Sami Khedira tatsächlich mit einem Engagement bei Real Madrid klappt, wird er der achte Deutsche bei den Königlichen.Den Anfang machte Günter Netzer, der 1973 kam und drei Jahre später wieder ging. Er spielte beim spanischen Rekordmeister noch zwei Jahre mit Paul Breitner (74-77) zusammen. Als Breitner ging, kam Uli Stielike, der acht Jahre in Spaniens Hauptstadt blieb. Erst elf Jahre später kam Torwart Bodo Illgner (96-01). Christoph Metzelder schließlich blieb in seiner Zeit glücklos (07-10).Zweimal saß ein Deutscher auf der Trainerbank. Jupp Heynckes (97-98) durfte nur ein Jahr bleiben, ging aber als Champions-League-Sieger. Bernd Schuster (07-09) wurde einmal Meister, scheiterte aber ebenfalls an den hohen Ansprüchen.------------------------------BU: Bei der WM zeigte Stuttgarts Sam Khedira Klasse-Vorstellungen.
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