RAW-Gelände

Dieser Politiker räumt im Partykiez auf

Sven Heinemann (SPD) lässt neue Straßenlampen aufstellen. Polizei schnappte jetzt einen gesuchten RAW-Täter.

Claudia Keikus-Wilms Florian Thalmann
Lesezeit 2 Min
Sven Heinemann (SPD) lebt selbst seit 15 Jahren im Kiez, will den Kriminellen am RAW-Gelände mit neuen Lampen die schützende Dunkelheit wegnehmen.

Sven Heinemann (SPD) lebt selbst seit 15 Jahren im Kiez, will den Kriminellen am RAW-Gelände mit neuen Lampen die schützende Dunkelheit wegnehmen.

© cam.cop media / KLUG Lizenz

Die Ermittler erwischten einen 15-Jährigen am U-Bahnhof Warschauer Straße – er machte sich mit einem Komplizen (17) an der Handtasche einer schlafenden Frau zu schaffen. Beamte nahmen beide fest, der 15-Jährige konnte als Tatverdächtiger zu der Raubtat vom 16. August erkannt werden. Haftbefehl! Nach dem Mann, der dem Opfer den Hals aufschnitt, wird gefahndet.

Indes wird nach Lösungen gesucht, um das Gewalt-Problem am RAW-Gelände in den Griff zu bekommen. Eine Idee kommt vom Bezirksabgeordneten Sven Heinemann (SPD) – er fordert mehr Licht im Party-Kiez. Denn: Die Beleuchtung auf dem Gebiet ist 40 Jahre alt. „Berlin hat Lampen vorrätig. Normalerweise werden die bei der Sanierung von Straßen ausgetauscht“, sagte er dem KURIER. „In diesem kritischen Fall wird das jetzt vorgezogen.“ In den nächsten vier Wochen soll die Idee umgesetzt werden. Einziges Problem: Eine Fläche am Eingang des Geländes. Hier stehen auch Fahrradständer und ein Toilettenhäuschen – im Volksmund wird der Bereich „Pisswiese“ genannt. Der Bezirk lehnte das Aufstellen von Lampen hier ab, denn es handele sich um eine schützenswerte Grünfläche. Heinemann: „Das ist skandalös! Gerade Frauen, die dort ihre Räder abstellen, sind der Gefahr von Übergriffen ausgesetzt.“ KEI, FTH

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