Sie sind 19, 17 und 16 Jahre alt, kommen aus Neukölln, Mitte, Charlottenburg. Nur einer ist in einer Ausbildung, mehrere sind vorbestraft. In U-Haft schmort nur noch einer: Görkem K. (19). Der 10. Juni. Gegen 1.20 Uhr in der Nacht finden sich am Teufelsberg schlaksige Typen zusammen.
Jugendliche, die sich langweilten oder die Frust abreagieren wollten. Die Anklage: „Sie trafen sich, um dem gemeinsamen Plan entsprechend nach geeigneten Opfern Ausschau zu halten und diese zu berauben.“ Der erste Überfall auf zwei Freunde. Sie wurden umstellt. Einige Angreifer bewaffnet mit Schlagstöcken, Messern, Pfefferspray. Eine Drohkulisse zum Fürchten. „Handy her!“ befahl einer aus der Gruppe.
Insgesamt bestand die Gruppe aus sieben jungen Männern.
© Olaf Wagner
Einige Täter zeigen Reue
Dann schlugen und traten sie laut Anklage zu. Und erbeuteten ein iPhone. Die nächsten Angriffe folgten im Minutentakt. Mehrfach ging einer der Räuber lässig auf die Opfer zu, fragte scheinheilig: „Haste mal eine Zigarette?“ Dann setzte es Prügel.
Wenn Augenzeugen eingreifen wollten, wurden auch sie mies bedroht. Einem Passanten rissen sie die 200 Euro teure Uhr vom Arm. Die Polizei fing die mutmaßlichen Räuber schnell ein. Nun kamen einige mit ihren Müttern zum Prozess und zeigten sich reuig.
Görkem: „Habe viel nachgedacht in der Zelle und in der Haft viele Kurse belegt. Eric N.: „Ich will Krankenpfleger werden.“ Zwei 17-Jährige aber ließen ihre Anwälte erklärten: „Sie waren bei der Tat nicht dabei.“ Fortsetzung: Dienstag.
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