Sie sind zu schwer!" Mit dieser Begründung verweigerte eine Radiologin in Schöneweide Bärbel R. eine Untersuchung im MRT. Dank KURIER konnte ihr kranker Rücken endlich durchleuchtet und behandelt werden."Bei der Anmeldung sollte ich mein Gewicht sagen", erinnert sich die 61-Jährige, die viele Jahre als Pflegerin im Tierpark und Postbotin auf den Beinen war. "Als ich meine 120 Kilo erwähnte, bekam ich ohne Begründung eine Absage."Bärbel R. war völlig am Boden, fühlte sich diskriminiert. Ihr Lebensgefährte Dietmar N. konnte den Kummer seiner Frau nicht mit ansehen, rief die "KURIER kämpft"-Redaktion an. Die Sonderreporter wandten sich an die Radiologie am Rosa-Luxemburg-Platz, mit der sie schon öfter zusammengearbeitet hatten. Radiologe Dr. Frank Nauschütz: "Wir wiegen unsere Patienten, entscheiden erst dann, ob sie bei uns oder aus technischen Gründen in einem MRT untersucht werden müssen, das bis 180 Kilo ausgelegt ist." Bärbel R. bekam innerhalb von wenigen Tagen einen Termin am Rosa-Luxemburg-Platz, konnte dort im normalen MRT durchleuchtet werden. "Jetzt endlich kann mein Arzt meine Rückenschmerzen behandeln. Danke an alle, die mir geholfen haben."------------------------------Offener MRT für SchwergewichtigeIn einem normalen Magnetresonanztomographen könnten schwerst Übergewichtige stecken bleiben, den Untersuchungstisch blockieren. Deshalb brauchen sie einen offenen MRT (wie in der Charité Mitte). Radiologe Dr. Jochen Treisch aus Neukölln: "Es hängt auch vom Körperteil ab, das untersucht werden muss. Der Patient sollte individuell beraten werden."------------------------------BU: Radiologe Doktor Frank Nauschütz
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