R2G-Wohnungsbau

Viel geplant, zu wenig geschafft

2019 entstanden nur 4608 neue Quartiere für Berlin. Es sollten jährlich 6000 sein.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Berlin bleibt unter dem Plan-Soll von jährlich 6000 neuen Wohnungen.  

Berlin bleibt unter dem Plan-Soll von jährlich 6000 neuen Wohnungen.  

© imago/Frank Sorge

Für Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) sind die fertiggestellte Anzahl von Wohnungen dennoch ein kleiner Erfolg. „Das ist eine deutliche Steigerung“, sagt sie. Denn 2017 hatten die landeseigenen Gesellschaften nur 3011 neue Wohnungen gebaut, 2018 waren es 3457. Doch dies war ebenfalls unter dem gestellten Plan-Soll von 6000 neuen Wohnungen pro Jahr.

Auch für das kommende Jahr wird diese Plan-Kennziffer nicht erreicht. Für 2020 rechnet Lompscher auch wegen diverser Planungsänderungen und Verzögerungen mit 4000 Fertigstellungen, also sogar etwas weniger als 2019. „Diese Zahl kann sich aber durchaus noch ändern, zum Beispiel wenn Projekte vorgezogen werden.“ Zusätzlich sei 2020 der Baubeginn für 9180 weitere Wohnungen geplant – fast doppelt so viele wie 2019 (4945).

Senat weit entfernt von 6000 Neubauten pro Jahr

Rot-Rot-Grün hatte bei Regierungsantritt 2016 das Ziel formuliert, bis Ende der Legislatur 2021 etwa 30.000 kommunale Wohnungen zu errichten und 10.000 weitere anzukaufen. Pro Jahr macht das durchschnittlich 6000 Neubauten. Doch davon ist der Senat bislang weit entfernt, wie es die aktuellen Zahlen gerade zeigen.

Insgesamt haben die kommunalen Gesellschaften bis 2021 über 26.000 Neubauwohnungen zugesagt. Ein Problem wäre da der für 2020 geplante Mietendeckel. Er könnte den Neubau städtischer Wohnungen bremsen, wie es Opposition und Immobilienverbände befürchten. Lompscher sieht das nicht. „Die kommunale Neubaustrategie wird durch den Mietendeckel nicht beeinträchtigt werden“, verspricht sie. 

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