Der Marzahner David Z. (25) vor Gericht. Gesicht, Kopf, Hände großflächig tätowiert. Ein Hänfling. Ein Horror-Vater? Er bestreitet, lobt sich als Retter seiner kleinen Tochter: „Als sie kreidebleich im Bett lag, habe ich sie wiederbelebt – bisschen gedrückt und gepustet.“
Fanny, ein Frühchen. Sie war nach der Geburt länger in der Klinik und erst seit zwei Wochen bei ihren Eltern, als bei der Feuerwehr ein Notruf einging. Die Ärzte stellten fassungslos fest: Rippenbrüche. Oberschenkel und Wadenbein gebrochen. Die linke Fußsohle verbrüht mit Verbrennungen zweiten Grades. Offene Wunde am Ohr. Die Anklage: „Ohne künstliche Beatmung wäre das Kind gestorben.“
Was geschah im September 2014 mit Fanny? David Z. weist alle Vorwürfe zurück: „Bin mit meinem Kind stets ordentlich umgegangen.“ Der Richter: „Es gab Verletzungen über zwei bis drei Wochen.“ Der Vater: „Sie hat viel gequäkt, gesehen habe ich aber nichts.“ Gegenüber Polizisten beschrieb er Frühchen Fanny als „hinterlistig.“
Er soll ihre linke Fußsohle mit Wasser, 70 bis 80 Grad heiß, verbrüht haben. David Z. dagegen: „Habe sie nur mal mit einem Körnerkissen gewärmt. War für mich nicht zu heiß.“
Sein Verdacht: „Meine Freundin saß mit unserem Kind auf dem Fußboden, daneben ganz dicht eine brennende Kerze.“
Als Super-Papa stellt er sich dar: „Alles gemacht – gewindelt, gefüttert.“ Mit Fannys Mama sei es schwierig gewesen: Es kam nach der Geburt zu Stimmungsschwankungen.“ Fanny lebt heute bei Pflegeeltern. Prozess-Fortsetzung: Freitag. KE.
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