Puuh! Union

Wieder geführt - Wieder gezittert - Aber diesmal gewonnen

Auch ein 3:0 zur Pause gegen Duisburg bringt Union nicht sicher nach Hause ...

Mathias Bunkus
Lesezeit 3 Min
Unions Damir Kreilach (M) erzielt das Tor zum 3:0 mit dem Kopf.

Unions Damir Kreilach (M) erzielt das Tor zum 3:0 mit dem Kopf.

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Damir Kreilach im Glück mit Sören Brandy (im getauschten Trikot von Duisburgs Martin Dausch) nach dem Schlusspfiff. Ein Blick ins Gesicht von Unions Kapitän verrät, wie wichtig dieser Sieg war.

Damir Kreilach im Glück mit Sören Brandy (im getauschten Trikot von Duisburgs Martin Dausch) nach dem Schlusspfiff. Ein Blick ins Gesicht von Unions Kapitän verrät, wie wichtig dieser Sieg war.

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Bobby Wood trifft schon nach vier Minuten zur Union-Führung ins lange Eck.

Bobby Wood trifft schon nach vier Minuten zur Union-Führung ins lange Eck.

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Unions Damir Kreilach (M) erzielt das Tor zum 3:0 mit dem Kopf.

Unions Damir Kreilach (M) erzielt das Tor zum 3:0 mit dem Kopf.

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Aber ganz ehrlich, liebe Unioner, wenn man zur Pause schon 3:0 führt, möchte der geneigte Stadiongänger ein klein bisschen weniger zittern als er es am Ende beim 3:2 gegen den MSV Duisburg musste.

Fußball kurios an der Alten Försterei. Schlecht gespielt und doch gewonnen. Wer zur Halbzeitpause eine Beruhigungs-SMS an seine Liebsten zu Hause geschickt hatte, sah sich nach dem Schlusspfiff auf einmal in Erklärungsnot. Wie jetzt, Zitterspiel? Leider ja.

„Wenn man die erste Halbzeit heute mit den beiden anderen Spielen der englischen Woche vergleicht, dann haben wir viel mehr falsch gemacht als zuvor“, merkte Trainer Sascha Lewandowski an.

Und trotzdem ging es gut. Weil die Eisernen in puncto Effektivität brutal gut waren.

1:0 nach vier Minuten durch Bobby Wood, der eine Hereingabe von Flügelmann Sören Brandy verwertete. Dann hielt der Blondschopf bei einer Ecke selber den Schädel hin – 2:0 (31.).

Ein bisschen beglückt vielleicht durch den Umstand, dass sein direkter Bewacher Bomheuer zu der Zeit draußen behandelt wurde. Denn so viel Freiraum hat man in Berlin sonst nur im Bundestag bei Abstimmungen oder Gesetzeslesungen.

Auch der dritte Treffer durch Damir Kreilach, wieder nach einer Ecke, war dem extremen Willen geschuldet, den Sack zubinden zu wollen (45.).

Das große Zittern setzte dann trotzdem ein. Obwohl Union nach der Pause besser spielte. Der Anschlusstreffer durch Obinna (56.) schien zunächst reine Ergebniskosmetik. Selbst der Ausfall von Toni Leistner – Verdacht auf Muskelfaserriss im Oberschenkel – wurde zunächst gemeistert.

Kenny Prince Redondo machte seine Sache als Aushilfsverteidiger sehr ordentlich. Aber spätestens mit dem von Christopher Trimmel verschossenen Elfmeter (76.) war klar, dass das noch eine enge Kiste werden könnte.

„Man hat Union angemerkt, wie nervös sie waren“, befand Duisburgs Trainer Gino Lettieri nicht zu Unrecht. Der eingewechselte Onuegbu verwandelte mit seinem 2:3-Anschlusstreffer die 18425 Besucher im Stadion an der Alten Försterei endgültig in eine zitternde, bangende, den Schlusspfiff herbeisehnende Masse.

Ein anderer Gegner als das biedere Schlusslicht hätte Union wohl auch bestraft. So aber konnte nach gefühlt unendlichen Momenten des Zitterns der erste Heimdreier der Saison gefeiert werden.

Puuh, endlich einmal Glück gehabt in der Saison. Aber manchmal braucht es eben mehr Glück als Verstand. Oder Spielkunst.

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