Pünktlich zur ITB

Landeverbot in Tegel und Schönefeld

Ab Mittwoch wollen die Mitarbeiter an den Berliner Flughäfen streiken.

Frederik Bombosch Martin Klesmann
Lesezeit 2 Min
Lange Schlangen drohen: Ab Mittwoch wollen Abfertigungsmitarbeiter auf den Berliner Flughäfen streiken.

Lange Schlangen drohen: Ab Mittwoch wollen Abfertigungsmitarbeiter auf den Berliner Flughäfen streiken.

© dpa

Denn ausgerechnet ab Mittwoch wollen die Mitarbeiter an den Berliner Flughäfen in den Streik treten. 98,6 Prozent der Verdi-Mitglieder sprachen sich bei einer Urabstimmung dafür aus, teilte die Gewerkschaft gestern mit.

Gewerkschaftssekretär Enrico Rümker erklärte: „Die Arbeitgeber haben bis Dienstag Zeit, um ein besseres Angebot vorzulegen.“ Tun sie das nicht, gibt es Arbeitsniederlegungen – die erste wahrscheinlich am 8. März.

Wie stark der Verkehr beeinträchtigt wird, ist noch nicht klar. „Es wird mit Sicherheit Verspätungen geben und auch einzelne Flugausfälle“, sagte Rümker.

Berlins oberster Tourismusmanager Burkhard Kieker reagierte gestern empört auf die Ankündigung. „Ein Streik genau zu Beginn der ITB wäre verheerend für das Ansehen Berlins und ganz Deutschlands“, sagte der Visitberlin-Chef dem KURIER.

Etwas gelassener gab sich ITB-Sprecherin Julia Wegner. „Im Moment sind wir noch hoffnungsvoll“, erklärte sie. Die internationalen Gäste würden auf die Streiks hingewiesen. Viele landen ohnehin in Frankfurt/Main und nehmen von dort den Zug.

Die Abfertigungsmitarbeiter klagen seit Jahren über niedrige Gehälter und schlechte Arbeitsbedingungen, viele verdienen kaum mehr als den Mindestlohn und arbeiten in Teilzeit.

Die Tarifverhandlungen scheiterten Mitte Februar. Doch auch die Arbeitgeber stehen unter dem Druck der Fluggesellschaften, die keine höheren Gebühren zahlen wollen.

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