Keppler (Martin Wuttke) hat den Kanal voll, er will weg, in den Westen, nach Wiesbaden. Weg von Leipzig, weg von Ex-Gespielin Eva Saalfeld (Simone Thomalla) und weg von dem Dauerzoff mit der Kollegin. Und weil sich die beiden nicht mehr ganz so viel zu sagen haben, bekommt heute Abend im Tatort (ARD, 20.15 Uhr) auch jeder erstmal seine eigene Leiche. Frau Kommissarin macht sich auf die Suche nach einer verschwundenen Frau, während er das gewalttätige Dahinscheiden eines mittelalterlichen, reichen Schnösels aufklärt. Die Leiche wurde nackt und geknebelt in der Badewanne gefunden, sein unfreiwilliges Ableben muss äußerst langwierig gewesen sein. Das bekannte Geplänkel der beiden Bullen zieht sich eine Weile relativ unspannend dahin und kurz bevor der Zuschauer wegzappt, verbinden sich, oh Wunder, die beiden Fälle. Was vorher fast langweilig ist, nimmt danach übertrieben Fahrt auf. Einen Serientäter gilt es zu finden, der Tatort wird auf Psycho getrimmt. Nach 90 Minuten wird alles gut, nur dieser Krimi nicht wirklich. Kann man ansehen, muss man aber auch nicht.------------------------------BU: ... und Kollege Keppler (Martin Wuttke). Jeder ermittelt seinen eigenen Mordfall, bis die Spuren zusammenlaufen.
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