Haus angezündet

Jetzt ermittelt das LKA: Tatverdächtige bedrohte Nachbarn

Tatverdächtige bereits wegen Körperverletzung, Betrug und Diebstahl polizeibekannt

Philippe Debionne_richtig Klaus Oberst
Lesezeit 2 Min
In der Lindenstraße in Köpenick brennen Möbel auf einer Terrasse.

In der Lindenstraße in Köpenick brennen Möbel auf einer Terrasse.

© Morris Pudwell

Am Sonntag waren auf dem Balkon einer Wohnungseigentümerin mehrere Möbelstücke in Flammen aufgegangen, das Feuer hatte schließlich auf die Fassade übergegriffen. Vier Wohnungen wurden teils schwer beschädigt, in einer davon kam eine Katze ums Leben.

Bei einem Nachbarn klingelte sie splitterfasernackt

Hinter dieser Tür legte die 39-jährige Frau das Feuer. Die Wohnung ist nun versiegelt. 

Hinter dieser Tür legte die 39-jährige Frau das Feuer. Die Wohnung ist nun versiegelt. 

© Oberst

Die Polizei geht davon aus, dass die Möbel angezündet wurden, die Eigentümerin der Wohnung gilt als Tatverdächtige. Wie berichtet, soll die psychisch auffällige Frau ihre Nachbarn in der Vergangenheit belästigt und bedroht haben. Immer wieder soll es zu Polizeieinsätzen gekommen sein.

Bei einem der Nachbarn, einem pensionierten Schulleiter, soll sie zudem kürzlich splitterfasernackt geklingelt „und Einlass begehrt“ haben, so der Mann zum KURIER.

Therapie nie angetreten

Die geöffneten Fenster einer weiteren ausgebrannten Wohnung.

Die geöffneten Fenster einer weiteren ausgebrannten Wohnung.

© Oberst

Nach Aussagen eines weiteren Nachbarn sollen im Frühsommer 2018 mehrere Männer gekommen sein, die Möbel aus der Wohnung trugen. Als der besagte Nachbar die Frau darauf ansprach, habe sie ihm erklärt, das habe alles seine Ordnung, sie würde nun eine Therapie beginnen. Angetreten habe sie die Therapie jedoch nie. 

Stattdessen pöbelte, beschimpfte und bedrohte sie ihre Nachbarn immer weiter. So wurde bereits wegen gefährlicher Körperverletzung, Diebstahl, Betrug und Gefährdung des Straßenverkehrs gegen die 39-Jährige ermittelt, auch wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz geriet sie ins Visier der Fahnder.

„Natürlich muss dieser Frau geholfen werden, das ist ja völlig klar“, sagt ein weiterer Nachbar. „Aber so böse es klingt: Ich bin eigentlich froh, dass sie einfach weg ist“. 

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