Ein Traditionsunternehmen im Werkzeugbau. Mehr als zehn Angestellte. Bekannt für präzise und ehrliche Arbeit. Bis Peter S. bei der Investitionsbank Berlin Subventionen von 400.000 Euro beantragte.
Ein Tüftler (64) nun als Zeuge: „Es ging um eine Idee für besseres Aufbringen von Leder.“ Ein „Kaschiergerät“, um Ausschuss zu verringern. Der Tüftler hatte einen Plan. Der Chef sorgte für Fördermittel.
„Ich habe einen Fehler gemacht“
Doch im Familienunternehmen war man klamm. Peter S.: „Die Liquiditätslage war schlecht.“ 2010 kamen die ersten Beträge aus dem Fördertopf. Doch das Projekt, für das sie bestimmt waren, beendete der Chef höchstpersönlich.
Subventionen kassierte er weiter, verpulverte sie für andere Kosten: „Ich wollte das Familienunternehmen bewahren, Arbeitsplätze erhalten.“ Er habe die Bank mit manipulierten Rechnungen getäuscht.
Der Ex-Chef der inzwischen verkauften Firma: „Ich habe einen Fehler gemacht, dafür einen hohen Preis gezahlt.“
Er verlor das Lebenswerk des Vaters für die Familie. Er ist Rückforderungen ausgesetzt. Und groß der Zwist in der Familie: Seinem Sohn (45) wird Beihilfe vorgeworfen. Während der Junior schwieg, kam der Senior mit zwei Jahren Haft auf Bewährung davon.
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