Männer, die hinter Panzerglas sitzen: Abdurrahman Al K. (22), Mohammad Al J. (23), Thaer Al L. (37) sowie Tarek A. (16) und Yasin I. (19). Es geht um einen Handel mit mehr als 100 Kilo Haschisch. Angeklagt sind insgesamt 60 mutmaßliche Taten.
Tarek A. war 15, als er sich laut Ermittler als Helfer der Bande anheuern ließ. Mal 100 Gramm, mal ein Kilo habe er transportiert. Als er im Mai von der Polizei gefasst wurde, packte er aus. Auch Yasin I. soll gestanden haben.
Ein bundesweites Netz für schmutzige Geschäfte
Es sind fünf Syrer, die unter Drogen-Verdacht stehen. Die drei älteren Männer gelten als Hauptangeklagte. Sie hatten „in übergeordneter Stellung“ agiert. Al K., dem 45 Taten zur Last gelegt werden, sei einer der Organisatoren gewesen. Die Anklage: „Er hatte die Aufgabe, Kontakt zu den Verkäufern und Käufern größerer Mengen zu halten.“
Für Ankauf, Lagerung und Portionierung soll laut Anklage Al J. – ihm werden 48 Taten vorgeworfen – zuständig gewesen sein. Die drei ältesten Angeklagten hätten auch die Drogen-Gelder verwaltet.
Eine Bande, die ein bundesweites Netz für schmutzige Geschäfte aufbaute. Bis nach Koblenz, Augsburg, München seien von Berlin aus Drogen-Abnehmer beliefert worden. Die Polizei ermittelte intensiv, hörte Telefone ab und schlug im Mai zu. Al J. soll zuvor noch 12 Kilo Haschisch bestellt haben.
Die Beweislage scheint ziemlich gut. Ob sich die Männer vor Gericht äußern werden, wird sich am Dienstag zeigen. Die Staatsanwältin hat schon Strafvorstellungen im Falle einer Verurteilung genannt: Für Al K. und Al J. je sechs Jahre Knast, für die Mitangeklagten etwas weniger.
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