Prozess um Anstiftung zum Mord

Freispruch für Ex-Manager Michael K.

Richter spricht von Knastgesprächen und unglaubwürdigen Zeugen.

Katrin Bischoff
Lesezeit 1 Min
Trotz des Freispruchs bleibt Michael K. weiter hinter Gittern.

Trotz des Freispruchs bleibt Michael K. weiter hinter Gittern.

© Olaf Wagner

Der Staatsanwalt hatte ebenfalls einen Freispruch gefordert. Er sei aber überzeugt, dass Michael K. Kontakte zu Mitgefangenen aufgenommen habe, um die Beseitigung lästiger Zeugen zumindest auszuloten. Jedoch sei es zu keinen konkreten Absprachen gekommen. Die Verteidiger sprachen von einem Komplott gegen K.

Trotz Freispruch hinter Gittern

Der Angeklagte wurde freigesprochen, weil das Gericht an der Glaubhaftigkeit zweier Mithäftlinge zweifelte. Einer von ihnen zog seine belastende Aussage vor der Polizei zurück. Er habe gelogen, erklärte er und machte von seinen Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

K. bleibt trotz des Freispruchs hinter Gittern. Er sitzt in Tegel eine neunjährige Haftstrafe ab, zu der er 2015 verurteilt wurde. Als Geschäftsführer des Textil-Discounters NKD hatte er Millionen veruntreut und versucht, seinen Richter entführen und umbringen zu lassen.

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