Nun stand Masseur Andreas M. (52) vor Gericht, erklärte: „Ich hatte ihr gesagt, dass ich kurz im Intimbereich arbeiten muss, ihr so nah komme, wie es näher nicht geht.“ Eine von ihm persönlich entwickelte Unterleibsbehandlung sei es. „Zuerst fühle ich alle Muskelstränge ab.“ Dann löse er falsche Spannungen, um schließlich das Becken „in die richtige Position zu bewegen“.
Fotografin E. bekam die Massage von ihrer betuchten Schwiegermutter geschenkt. Die Frau sagte: „Er sollte sich um meinen Arm kümmern, fragte dann, ob er meinen Frauenschmerz auch behandeln soll.“ Sie habe eingewilligt, auch in die Berührung der Brust. „Ich dachte, es wäre aus medizinischen Gründen.“ Seine Hände wanderten immer tiefer.
Manon E. ging nicht gleich zur Polizei: „Es stand Wort gegen Wort.“ Sie wollte aber vor M. warnen, schrieb den Fall ins Internet. Die Polizei schaltete sich ein. Der Masseur wurde wegen Sex-Missbrauchs bei einer Behandlung zu 2700 Euro Strafe verurteilt.
KE.
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