Im Jahr 2006 war’s, als er auf die schiefe Bahn geriet, seine Firma „Neuköllner Consulting GmbH“ (Sitz in Britz) immer tiefer in die roten Zahlen rutschte. Zuvor hatte Manfred N. für die Treuhand gearbeitet, Altbausanierungen, ein erfolgreicher Geschäftsmann. Doch als Rechnungen drückten, mietete er teure Nobelautos, verkaufte sie ins Ausland. Komplizen halfen ihm.
Auch im Internet machte Manfred N. Kasse, verhökerte via Auktionshaus eBay an 50 Kunden Windows-Betriebssysteme, die es gar nicht gab und ging zudem mit ungedeckten Karten seines Firmenkontos shoppen (7000 Euro). Vorm Landgericht in Halle (Sachsen-Anhalt), wo er seinen letzten deutschen Wohnsitz hatte, legte Manfred N. ein Geständnis ab: „Das war einfach eine Schnapsidee, absurde Aktionen.“
Im Jahr 2007 nahm er einen Job als Umweltingenieur in Kasachstan an, vermied auf Anraten seines Anwalts die Einreise nach Deutschland. Familientreffen in Österreich, Urlaub in Thailand. Er sagt: „Von einem internationalen Haftbefehl habe ich nichts gewusst.“ Der wurde im Dezember 2014 in Kasachstan vollstreckt. Seitdem sitzt Manfred N.in Auslieferungs- und U-Haft. Das Gericht macht mit ihm einen Deal. Bei Geständnis wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. N. stimmt zu. Der Prozess läuft weiter. Danach will der Betrüger zurück auf seine Baustellen: „In Kasachstan kann ich jederzeit Arbeit haben.“
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