Dean A. spielte auf seine vier Zentner an, als die Handschellen klickten: „Ich war mir nicht sicher, ob ich mitmachen sollte, kann mich ja nicht so gut bewegen.“ Vor Gericht gab er zu: „Ich hatte die Idee.“ Die Beute verjubelt: „Verspielt und für Reisen, Auto, Koks verplempert.“
Es war 9.02 Uhr, als sie am 20. Januar 2009 in die Bank in der Leibnitzstraße (Charlottenburg) stürmten. A. behäbig, aber mit täuschend echter Gaspistole. Komplize Ljubisa M. zog ein Messer.
Kunden mussten sich auf den Boden legen. Der dicke Räuber schrie eine Angestellte an: „Geldautomat öffnen!“ Es ging nicht. Der 200-Kilo-Mann: „Ich war so frustriert, dass ich mit dem Knauf zuschlug.“ Er traf die Frau am Kopf. Alle zitterten. Ein Schuss. Dean A.: „Der hatte sich versehentlich gelöst.“
Sie räumten den Tresor leer: 100 000 Euro Beute. Nur zwei Monate später tauchten sie wieder auf. A. drückten einem Post-Mitarbeiter die Waffe in den Rücken. Sie sackten 200 000 Euro ein. Ihre Opfer waren psychisch am Ende, brauchten Hilfe.
Der Koloss aus Kreuzberg ist gelernter Bäcker, bezog Stütze, hat drei Kinder und ist seit Jahren kriminell. Nun droht für lange Zeit Knast-Kost: Komplize M. bekam bereits achteinhalb Jahre. Fortsetzung: Montag. KE
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