Vor der Richterin hatte sie damit keine Chance: „Sie klauen seit 13 Jahren!“ Astrid K. versuchte es mit Tränen: „Es ging mir aber immer um andere, nie um mich, ich wollte in der Familie gut dastehen.“ Protzen mit Geschenken – auf Kosten ihrer Opfer!
Die Familie aber ist mehr als genervt. Tochter Katrin E. (37) nach der letzten Klau-Serie ihrer Mutter im KURIER: „Sie muss aus dem Verkehr gezogen werden.“ Endlich Knast.
Nach etlichen milden Urteilen.
Um 13 Taten ging es nun. Die Steglitzerin fuhr quer durch die Stadt, um im Helios-Klinikum in Buch lange Finger zu machen. Am 30. Januar 2014 beklaute sie zwei Frauen, am 23. Juli erneut zwei Opfer. Auf Bargeld und EC-Karten war sie scharf. Zwei Patientinnen hatten zur Karte auch die Pin dabei. Astrid K. räumte ab. Bis das Tageslimit erreicht war. Beute insgesamt: 2700 Euro.
Die blondierte Diebin jammernd: „Ich hatte Stress und war auch so unterzuckert.“ Wieder biss sie auf Granit bei der Richterin: „Das bringt mich langsam auf die Palme: Sie stehen nicht zu Ihren Taten.“
Mit Bildern aus einer Kamera an einem Geldautomaten hatte die Polizei nach Astrid K. gefahndet. Das war im September. Der Familie reichte es. Die eigenen Verwandten gaben der Polizei den entscheidenden Tipp. Sie flatterte in den Knast.
Derzeit sitzt sie 18 Monate aus einem früheren Urteil ab. Sie lobte sich: „Habe schon viel dazugelernt, arbeite sogar seit fünf Monaten.“ Sie hoffte jetzt auf eine Bewährungsstrafe. Aber sie kann weiterhin arbeiten: 15 Monate Gefängnis obendrauf. KE
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